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Debatte um das 60/40-Portfolio: Anleihen verlieren post-pandemisch ihre Absicherungsfunktion

Financial Times Markets •
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Guten Morgen. Ein Anstieg des Yen gestern hat die Gerüchteküche darüber in Schwung gebracht, ob wir erneut einer Intervention ausgesetzt waren. Wenn nichts anderes, hat Scott Bessent alle aufgeregt. Wird das ausreichen, um einen Boden unter die Währung zu legen? Das 'Chart der Woche' vom letzten Wochenende zeigte zwei Aktien/Anleihen-Effizienzfrontier-Kurven für die Zeiträume 1986-2020 und 2021-2025, wobei gezeigt wurde, dass Anleihen in der post-pandemischen Hochinflationsphase ihre Absicherungsfunktion verloren haben, wodurch das traditionelle 60/40-Portfolio infrage gestellt wird.

Dieses Chart löste umfangreiche Leserantworten in drei Kategorien aus. Viele stellten fest, dass die Zinsen gestiegen seien und Anleihen schlecht abgeschnitten hätten, insbesondere 2022. Andere argumentierten, dass der Vergleich eines fünfjährigen Zeitraums mit über 30 Jahren irreführend sei. Edward Finley von Arrow Wealth teilte die 25 Jahre in fünf-Jahres-Blöcke auf und zeigte, dass 2006-2010 ebenfalls ein gestörtes Risiko-Rendite-Profil aufwies, jedoch anders: 2008 bevorzugte Anleihen, 2009 bevorzugte Aktien. Finley sagt, dass dies zeigt, wie Korrelation und Volatilität kurzfristig wechseln.

Verteidiger wie Rene Jarquin von Single Point Partners und Stephen Foerster von der Ivey Business School verwiesen auf die Mittelwertreversion. Der Kommentator 'Pless' bemerkte, dass die aktuellen Anleihekurse attraktiver seien als 2020. Peter Sucaet schlug vor, die Laufzeit der Anleihen zu verkürzen und zu Unternehmensanleihen überzugehen. Kritiker wie Gillian Clough und Ludovic Subran, CIO bei Allianz, lehnen Anleihen als Diversifizierungsinstrument ab. Die Debatte dreht sich darum, ob dies eine einmalige Anpassung oder ein neues, risikoreicheres Regime für feste Einkünfte ist.

Wichtige Entitäten: Unternehmen: Arrow Wealth, Single Point Partners, Ivey Business School, Allianz, Financial Times | Personen: Scott Bessent, Edward Finley, Rene Jarquin, Stephen Foerster, Peter Sucaet, Gillian Clough, Ludovic Subran