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Plutoniummangel bedroht Kernkraft-Start-up-Projekte

Financial Times Companies •
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Ein Plutoniummangel frustriert Kernkraft-Start-ups, die versuchen, radioaktives Material für neue Projekte zu sichern. Plutonium, ein Nebenprodukt abgebrannter Uranbrennstäbe, kann nicht abgebaut werden und seine Verwendung ist aufgrund seiner explosiven Kapazität für nukleare Sprengköpfe stark eingeschränkt. Branchenführer warnen, dass der globale Mangel an Anlagen zur Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoff, verursacht durch hohe Kosten und lange Entwicklungszeiten, einen Engpass schafft.

Frankreich, das 57 große Reaktoren beherbergt, plant, über ein Jahrzehnt hinweg etwa 40 Milliarden Euro auszugeben, um die Wiederaufbereitungsanlage in La Hague zu modernisieren. Der Beamte stellte fest, dass die weltweiten Plutoniumvorräte genauso selten sind wie Diamanten und schätzte die aktuellen globalen Bestände auf 571 Tonnen, die hauptsächlich aus früheren Verteidigungsprogrammen stammen und in der Regel für Energieunternehmen nicht zugänglich sind. In La Hague verarbeitete das staatliche Orano im letzten Jahr 1.200 Tonnen abgebrannter Brennstoff, hauptsächlich für EDF und andere europäische Kraftwerke.

Obwohl einige neue Reaktordesigns Plutonium für Mixed-Oxide-Brennstoff benötigen, suchen die meisten Vorhaben konventionellen Brennstoff oder hochangereichertes Uran. Allerdings steht der Anreicherungssektor vor Lieferengpässen, da Russland die Produktion dominiert. Analysten schlagen vor, dass zwar Demonstratoren möglicherweise ausreichend Material finden können, die Einführung vollständiger Flotten jedoch erhebliche Investitionen in die Erweiterung der aktuellen Brennstoffkreislauf-Infrastruktur erfordern würde.