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Gericht macht SVB-Manager für Bankenkollaps verantwortlich

Financial Times Companies •
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Der Zusammenbruch der Silicon Valley Bank im Jahr 2023 bleibt ein prägender Moment in der modernen US-Finanzgeschichte. Ein aktuelles Gerichtsverfahren hat die Verantwortung für das nahezu über Nacht erfolgte Scheitern der Bank geklärt, das einem schnellen Anstieg der Einlagen von 50 Milliarden Dollar im Jahr 2018 auf 200 Milliarden Dollar bis 2021 folgte. SVB hatte Kundengelder in langfristige Anleihen investiert, einschließlich hypothekarisch gesicherter Wertpapiere, was zu Buchverlusten von 15 Milliarden Dollar im „held-to-maturity“-Portfolio führte, nachdem die Zinssätze 2022 stark angestiegen waren.

Ein darauf folgender Bankenlauf sah innerhalb eines Tages 42 Milliarden Dollar an Einlagen abgezogen werden, wodurch die FDIC die Bankentochter unter Zwangsverwaltung stellte. Die Holdinggesellschaft meldete Insolvenz an. Der Rechtsstreit drehte sich um Forderungen in Höhe von 1,7 Milliarden Dollar gegenüber 2 Milliarden Dollar Einlagen, die die Holdinggesellschaft bei der Bankeneinheit hatte.

Die FDIC machte „Aufrechnungsrechte“ wegen angeblicher Treuhandverletzungen geltend, während SVB argumentierte, dass die Aufsichtsbehörden keine Mängel in seinen Kontrollen gefunden hätten. Gestützt von Geierfonds, die 7 Milliarden Dollar Anleihen und Vorzugsaktien der Holdinggesellschaft erworben hatten, suchte SVB nach der Rückgewinnung von Barmitteln. Allerdings wies ein Bundesrichter in Kalifornien die Argumente von SVB zurück und stellte fest, dass die Führungskräfte „fahrlässig Milliarden Dollar Verluste verursacht hätten durch ihre unverantwortliche Anlagestrategie, die Rendite über Sicherheit stellte“.

Das Gericht stimmte dem FDIC-Sachverständigen zu, dass Fehlmanagement 4,5 Milliarden Dollar wirtschaftliche Verluste verursacht habe, was die Barreserven der Holdinggesellschaft bei der Bank übersteigt. Das Urteil entspricht einer früheren Überprüfung der Federal Reserve, die festgestellt hatte, dass SVB langfristige Risikokontrollen verletzt hatte, wobei interne E-Mails zeigten, dass Führungskräfte die prekäre Lage der Bank erkannten.