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Starlink-Signalleckage bedroht Radioastronomie

Hacker News •
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Eine Studie der Curtin University, veröffentlicht in Astronomy & Astrophysics, zeigt, dass SpaceX-Starlink-Satelliten Funksignale abgeben, die bis zu 10.000-mal stärker sind als die schwachen kosmischen Signale, die das Square Kilometre Array Low (SKA-Low) detektieren soll. Mit dem Engineering Development Array 2 in Australien analysierten Forscher 76 Millionen Radiobilder über 29 Tage und katalogisierten 112.534 Emissionen von 1.806 einzigartigen Starlink-Satelliten im Bereich 73–235 MHz — genau den Frequenzen, die SKA-Low benötigt, um neutrales Wasserstoff vom kosmischen Morgen vor etwa 13 Milliarden Jahren zu beobachten.

Einige Satelliten senden periodische 13-kHz-Töne bei 137 MHz alle 100 Sekunden. Die Leckage erreicht bis zu 10⁶ Jy/Strahl, während die Zielkosmischen Signale eine Empfindlichkeit nahe 10⁻⁵ Jy erfordern. Bis zu 30 % der Bilder bei bestimmten Frequenzen enthielten Starlink-Interferenzen, einschließlich in zwei ITU-geschützten Bändern (73–74,6 MHz und 150,05–153 MHz), in denen keine Signale existieren sollten. Professor Steven Tingay von der Curtin University verglich die Emissionen mit den "hellsten natürlichen Radioquellen am Himmel".

Aktuelle ITU-Vorschriften decken nur absichtliche Übertragungen ab, wodurch Hardware-Leckage in einer rechtlichen Grauzone verbleibt. SpaceX hat sich bei optischer Helligkeit und Koordination höherer Frequenzen engagiert, aber Niederfrequenz-Leckage bleibt ungelöst. Algorithmische Minderung wird als "embryonal" beschrieben, und technische Lösungen gelten als einzige dauerhafte Lösung. Mit über 6.000 Satelliten bereits im Orbit warnen Forscher, dass das Fenster zum Schutz der Radioastronomie sich schließen könnte.