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US-Soldat und KPMG-Mitarbeiter: Insiderhandels-Vorwürfe bei Polymarket

Wall Street Journal Markets •
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Bundesbehörden bereiten Anklagen wegen Insiderhandels gegen einen US-Soldaten vor, der angeblich über 1 Million Dollar durch Wetten auf Polymarket mithilfe vertraulicher Informationen über Militärschläge in Iran und Venezuela verdient hat. Der Soldat steht seit dem Frühling unter Beobachtung. Die Behörden ermitteln auch gegen einen KPMG-Mitarbeiter, der darauf gewettet haben soll, ob ein börsennotiertes Unternehmen die Gewinnschätzungen übertreffen wird, wobei er wesentliche nicht-öffentliche Informationen aus seinem Job nutzte.

Anklagen in beiden Fällen könnten im Herbst erhoben werden, obwohl noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde. Die Ermittlungen umfassen Bundesstaatsanwälte in Manhattan und Washington sowie die Commodity Futures Trading Commission. Polymarket, ein Offshore-Vorhersagemarkt, der anonymen Handel erlaubt, zeichnet Wetten auf einer Blockchain auf, was die Erkennung verdächtiger Aktivitäten ermöglicht.

Die Plattform gibt an, illegales Verhalten zu überwachen und fast 100 digitale Asset-Wallets an die Behörden weitergeleitet zu haben. Kritiker fragen, ob diese Fälle eine neuartige Ausweitung des Insiderhandelsrechts darstellen, die vor Gericht möglicherweise nicht Bestand hat. Staatsanwälte haben dieses Jahr zwei Strafverfahren gegen Personen eingeleitet, die vertrauliche Informationen auf Polymarket nutzten, darunter einen US-Armee-Soldaten, der im April angeklagt wurde, weil er auf den Sturz des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gewettet hatte.