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Kantonaler Steuerwettbewerb: Vontobel zieht nach Zug

Financial Times Companies •
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Während europäische Regierungen Schwierigkeiten haben, mobiles Vermögen zu besteuern, hat der interne Wettbewerb in der Schweiz Perfektion erreicht. Ihre 26 Kantone haben die Steuerpolitik zu einem Nationalsport gemacht, locken Unternehmen und Privatpersonen mit aggressiven Sätzen. Vontobel, die 102-jährige Privatbank, gab bekannt, bis 2030 Hauptsitz und 1.500 Mitarbeitende von Zürich nach Baar in den Kanton Zug zu verlegen, folgt damit SGS, die ihren Umzug nach Zug dieses Jahr abschloss.

Dieses dezentrale System schafft eine fragmentierte Landschaft, in der Kantone wie Luzern und Zug sich gegenseitig gnadenlos unterbieten. Während Zürich mit Argumenten zur Halte grosser Steuerzahler kontert, erweist sich der Reiz deutlich tieferer Sätze — Zugs Unternehmenssteuer bei 11,66 % versus Zürichs 19 % — als unwiderstehlich. Genf reagierte mit Steuerreformen, um Firmen wie Millennium Management zu halten.

Für wohlhabende Einwohner ist die Kluft eklatant: Zugs Spitzensteuer beim Einkommen bei 22 % versus Genfs 40+ %. Schwyz wurde zum Hort für Wohlhabende. Dieser interne Wettbewerb, komprimiert in eine Nation von 9 Millionen, sieht Kantone alles einsetzen, von Infrastruktur bis Anreizen, um den Steuerkrieg zu gewinnen, und verschiebt, wo wirtschaftliche Macht innerhalb der Schweizer Grenzen residiert.