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Luxemburg ermittelt gegen Gazprombank-Manager

Financial Times Companies •
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Das Finanzministerium Luxemburgs hat die Staatsanwaltschaft und die Bankenaufsicht aufgefordert, Vorwürfe der Sanktionsumgehung und möglichen Insiderhandels durch ehemalige Manager der Gazprombank zu untersuchen. Laut Financial Times bereicherten sich vier ehemalige Direktoren der Gazprombank Luxemburg durch ein Anleihehandelsschema mit Insiderinformationen und möglichen Sanktionsverstößen. Sie nutzten das Chaos der EU-Sanktionen gegen Russland 2022 aus, kauften Gazprom-Anleihen zum Rabatt und tauschten sie gegen neu emittierte Anleihen zum Vollpreis in Russland ein, womit sie potenziell Gewinne von über 9 Millionen Euro erzielten.

Die Bank und der initiierende ehemalige Direktor leugneten Fehlverhalten, die anderen drei reagierten nicht auf Kommentaranfragen. In einer geschlossenen Parlamentsanhörung bestätigte Luxemburgs Finanzminister Gilles Roth, dass er die Informationen an die Staatsanwaltschaft und den CSSF-Bankprüfer weitergeleitet habe. Der Sozialdemokrat-Abgeordnete Franz Fayot erklärte, der Minister habe angegeben, die Angelegenheit liege nun bei den Strafverfolgungsbehörden.

Die Staatsanwaltschaft bestätigte den Eingang des Antrags des Finanzministeriums, lehnte weitere Stellungnahmen ab. Die CSSF führte im März 2023 nach einem Hinweis eine Inspektion durch, verlangte jedoch nur die Aktualisierung des Mitarbeiterhandbuchs. Die Ausschussvorsitzende Diane Adehm merkte an, dass das Ministerium im Falle von Verstößen verpflichtet gewesen wäre, die Staatsanwaltschaft zu kontaktieren.