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Wissenschaft ist Open-Source-Software: Warum Reproduzierbarkeit zählt

Hacker News •
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Gemäß diesem überzeugenden Argument ist moderne Wissenschaft synonym mit Open-Source-Software. Während die Wissenschaft Software oft als Zeitverschwendung betrachtet, die durch den Veröffentlichungsdruck überschattet wird, argumentiert der Autor, dass Open-Source-Software die Computerwissenschaft selbst ist. Wissenschaft konstruiert per Definition testbare Hypothesen und Vorhersagen. Eine Arbeit, die Lesern nicht hilft, die Welt vorherzusagen oder zu modellieren, besteht diesen grundlegenden Test nicht. Software ist die Art und Weise, wie wir diese Vorhersagemodelle kodieren und teilen.

In Anlehnung an das Konzept der „inneren Modelle“ von Kenneth James Williams Craik erklärt der Autor, dass Wissenschaftler interne Simulationen der Realität verbessern, um bessere Vorhersagen zu treffen. Wenn ein arXiv-Paper diesen Prozess nicht unterstützt, ist es keine echte Wissenschaft. Computergestützte Reproduzierbarkeit ist daher unerlässlich – nicht lediglich Ergebnisse zu duplizieren, sondern anderen zu ermöglichen, wissenschaftliche Ideen einzubetten, anzupassen und darauf aufzubauen. Nicht reproduzierbare Ergebnisse sind nutzlos, weil sie nicht erweitert werden können.

Wie Greg Wilson anmerkte, ist Software in der modernen Wissenschaft allgegenwärtig, von Covid-Modellen bis hin zu Laborprotokollen. Forscher überprüfen selten jede Abhängigkeit, was offenen, reproduzierbaren Code kritisch macht. Auf der Einhaltung der wissenschaftlichen Methode bei der Softwareentwicklung zu bestehen, ist ein wichtiger Schritt zu einer besseren, vernünftigeren Wissenschaft, die nicht ganze Fachgebiete zurückhält oder Karrieren unterbricht.