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Astronomen entdecken Zehneck auf dem Saturn

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Der Nordpol des Saturn beherbergt seit langem eine mysteriöse sechseckige atmosphärische Struktur, die als Hexagon bekannt ist, die 1980 erstmals von Voyager-Sonden gesichtet und später von Hubble und Cassini abgebildet wurde. Nun haben Astronomen unter der Leitung von Agustín Sánchez-Lavega von der Universität des Basque Country ein zweites polygonales Gebilde entdeckt—diesmal ein zehnseitiges Zehneck, das den Südpol des Saturn umkreist.

Das Zehneck wurde erstmals in Amateurbeobachtungen aus dem Jahr 2024 von Trevor Barry vom Broken Hill Observatory in Australia und Jean-Paul Oger von der French Astronomy Association gesichtet. Hubble-Daten bestätigten die Struktur und verfolgten ihre Ursprünge bis 2023 zurück, was eine riesige atmosphärische Welle offenbarte, die sich mit etwa 10 Kilometern pro Stunde entlang eines ostwärts gerichteten Strahlstroms bewegt, der mit 420 Kilometern pro Stunde reist.

Wie das Hexagon ist das Zehneck nicht nur ein Oberflächenmuster. Multispektrale Beobachtungen zeigen, dass es sich über Höhen und Breitengrade erstreckt, was auf eine vertikal geschichtete Struktur hindeutet. Die beiden Polygone sind jedoch keine Spiegelbilder—das Zehneck befindet sich auf einem weniger polaren Breitengrad und könnte weniger stabil sein.

Sánchez-Lavega bemerkte, dass die Entdeckung darauf hindeutet, dass polygonale Wellen unter den atmosphärischen Bedingungen des Saturn in beiden Hemisphären entstehen können, was das Hexagon weniger einzigartig macht als bisher angenommen.

Wichtige Entitäten: Unternehmen: NASA, ESA, Hubble Space Telescope, Cassini-Huygens | Personen: Agustín Sánchez-Lavega, Trevor Barry, Jean-Paul Oger | Orte: Saturn, Basque Country, Spain, Broken Hill Observatory, Australia, French Astronomy Association