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Huthi erobern Inseln im Roten Meer, Ölkrise droht

Wall Street Journal US Business •
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Jemens Huthi-Milizionäre haben zwei strategische Inseln im Roten Meer erobert und damit ihre Kontrolle über eine wichtige Schifffahrtsroute verstärkt, während die Besorgnis über eine neue Ölversorgungskrise wächst. Die Eroberung von Greater und Lesser Hanish folgt auf den schnellen Vormarsch der Gruppe entlang der Küste Jemens, einschließlich des Hafens von Mokha und der Insel Perim in der Meerenge Bab al-Mandab. Die Inseln liegen 160 km nördlich der Meerenge, einem Nadelöhr, das das Rote Meer mit dem offenen Ozean und den asiatischen Märkten Saudi-Arabiens verbindet.

Der Vormarsch der Huthi hat die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung Jemens dazu gezwungen, um die Rückgewinnung von Territorium zu kämpfen, während Riad Angriffen auf eine kritische Ölpipeline durch iranisch verbündete Milizionäre im Irak ausgesetzt ist. Im gesamten Saudi-Arabien blinken täglich Luftalarme, und ballistische Raketen- und Drohnenangriffe verletzten am Montag 13 Zivilisten. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration sind seit der Eskalation der Kämpfe in diesem Monat fast 94.000 Jemeniten geflohen. Etwa 200 Schulen wurden in Unterkünfte umgewandelt. Mehr als 2.000 Menschen flohen über das Meer nach Dschibuti.

Experten warnen, dass die Schließung der Ost-West-Pipeline Saudi-Arabiens den globalen Ölversorgungsdruck erhöhen wird. "Jede längere Unterbrechung und der damit verbundene Versorgungsverlust könnten die Preise leicht auf die nächste höhere Stufe treiben", sagte Tim Waterer von KCM Trade. Janiv Shah von Rystad Energy stellte fest, dass 2,6 bis 4 Millionen Barrel pro Tag nun Gefahr laufen, "vom Markt zu verschwinden". Brent-Rohöl stieg am Dienstag um 1,17 % auf 106,92 Dollar pro Barrel. US-Diesel erreichte erstmals 6 Dollar pro Gallone.

Chevron-CEO Mike Wirth sagte, die Lagerpuffer seien "aufgebraucht". "Es ist schwieriger, sich ein Szenario vorzustellen, in dem die Preise nachgeben und das schnell", sagte er. "Ich denke, die Risiken bleiben in den nächsten Monaten nach oben gerichtet."

Wichtige Entitäten: Unternehmen: Wall Street Journal, KCM Trade, Rystad Energy, Chevron, International Organization for Migration, International Rescue Committee | Personen: Tim Waterer, Janiv Shah, Mike Wirth | Orte: Red Sea, Yemen, Greater and Lesser Hanish, Mokha, Perim island, Bab al-Mandab strait, Saudi Arabia, Iraq, Djibouti, Horn of Africa, Strait of Hormuz, Yanbu, US