HeadlinesBriefing favicon HeadlinesBriefing.com

Microsoft und OpenAI klagen wegen KI-Training

New York Times Top Stories •
×

Entschlossene Gerichtsunterlagen offenbaren interne Bedenken bei Microsoft und OpenAI bezüglich der Nutzung von Millionen von Nachrichtenartikeln zum Trainieren von KI-Systemen. Microsoft-Mitarbeiter diskutierten, ob die Praktiken von OpenAI die 'größte Diebstahl von Arbeitskraft in der Menschheitsgeschichte' darstellten und befürchteten einen 'Doom-Loop', der die Qualität großer Sprachmodelle gefährden könnte. Ein internes Dokument aus dem Jahr 2023 warnte, dass Millionen bald AI-Modelle sehen würden, die ihre Arbeit 'absaugen' und dies als 'mustergültigen Diebstahl in bisherigem Ausmaß' betrachten.

Innerhalb von OpenAI, Nick Turley, der das ChatGPT-Entwicklungsteam leitete, äußerte im Juni 2023 in einem Memo die Sorge, dass KI eine 'existenzielle Bedrohung' für Verleger darstellen könnte. Bis Februar 2024 schrieb er, dass KI-Produkte 'immer mehr substituierend werden, je besser sie werden'.

Diese Diskussionen traten in einer Klage auf, die The New York Times gegen OpenAI und Microsoft Ende 2023 einreichte, und wurden von elf weiteren Verlegern unterstützt. Richter Sidney H. Stein des US-Bezirksgerichts für den Southern District of New York prüft Anträge auf Zusammenfassungsurteil. Verleger werfen den Tech-Unternehmen vor, durch das Scannen von Artikeln ohne Erlaubnis oder Zahlung das Urheberrecht verletzt zu haben. Microsoft und OpenAI halten ihre Handlungen für unter den Schutz von 'fair use'. Satya Nadella erklärte in einer Deposition, dass hinter Paywalls liegender Inhalt lizenziert werden sollte, und er hätte ein Neuentraining gefordert, wenn er von einem solchen Scraping gewusst hätte.

Ein Microsoft-Sprecher, Alex Haurek, klärte auf, dass interne Memos von Brent Hecht nicht die Ansichten des Unternehmens widerspiegeln, da Hecht ein Forscher war, der 'divergente Perspektiven' darlegte.