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Wie 'Impro' zur Pflichtlektüre in Silicon Valley wurde

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Improvisationstheater erlebt einen Moment in Silicon Valley. KI-Unternehmen engagieren Improvisationskünstler zum Trainieren von Modellen und Motivieren von Mitarbeitern. Sam Altman, Palmer Luckey und Bryan Johnson spielten Mafia auf YouTube.

Zu Beginn dieses Sommers zog in Vibecamp in Maryland Clown-Workshops und Kontakt-Improvisationssessions Technikbegeisterte an. Rollenspiele waren lange Teil der Nerd-Kultur, doch die Annahme von Silicon Valley spiegelt eine tiefere philosophische Sicht wider: Die Realität ist formbar, sie wird durch Wahrnehmung und Leistung geformt. Für kosmische Innovatoren ist das Durchbrechen sozialer Konventionen Teil der Arbeit.

Das Buch „Impro“ von Keith Johnstone aus dem Jahr 1979 hat in der Tech-Szene Kultstatus erreicht. Bei Palantir, mitgegründet von Peter Thiel, wird es als Pflichtlektüre für neue Mitarbeitende empfohlen. Zitiert von Trae Stephens von Anduril, Tiago Forte, Venkatesh Rao und Scott Alexander, behandelt „Impro“ soziale Interaktion als Statusspiele—niedrig und hoch—wo das erste Wegschauen Dominanz signalisiert. Übungen umfassen das falsche Benennen von Objekten, um Normen herauszufordern.

Das Buch lehrt, dass Realität durch Spontaneität geformt werden kann. Qiaochu Yuan, ein Coach und X-Persönlichkeit, sagt, dass Tech-Arbeiter es nutzen, um soziale Beziehungen als messbare Transaktionen zu kodifizieren. Er begegnete ihm erstmals um 2016 herum über Freunde vom Center for Applied Rationality im Bay Area.

Lydia Laurenson, eine Schriftstellerin über die Silicon-Valley-Kultur, bemerkt, dass Gründer oft ein „Realitätsverzerrungsfeld“ besitzen: Sie beherrschen die Logistik, während sie überzeugende Weltanschauungen schaffen, um Kreativität und technischen Innovationen aufrechtzuerhalten.