Ryan Avent, Autor von *In Good Faith* und Newsletter-Autor der *Financial Times*, erklärt das ökonomische Konzept des „Crowding out“ – eines Wettbewerbs um knappe Ressourcen, bei dem Kreditnehmer Sparer überbieten, wenn es um Ansprüche auf künftige wirtschaftliche Produktivität geht. Avent veranschaulicht diesen Mechanismus anhand eines Café-Beispiels mit Marmeladenportionen und zeigt, wie künftige Versprechen die aktuelle Nachfrage verdrängen können.
Der Artikel wendet dieses Modell auf die aktuellen Märkte an und verweist auf einen deutlichen und anhaltenden Anstieg der Kreditaufnahme, der vom KI-Sektor getrieben wird. Der KI-Komplex geht demnach an die Märkte und zahlt jeden Preis, um Kapital zu sichern, gestützt auf Erwartungen enormer künftiger Renditen. Diese Dynamik führt dazu, dass Unternehmen in anderen Teilen der Wirtschaft ihre Investitionskapazitäten zugunsten der KI aufgeben.
Nobelpreisträger Paul Krugman hat dieses Phänomen kürzlich in seinem Substack analysiert und argumentiert, dass es für die Wirtschaft zum Problem werden könnte. Krugman warnt: Sollte die KI die versprochenen Renditen nicht liefern, droht der Wirtschaft ein doppelter Schlag – ein Verlust beim Wachstum der produktiven Kapazitäten und die Verdrängung anderer Investitionen.
Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass die KI-Führungskräfte zwar zuversichtlich in Bezug auf künftige Gewinne sind, die Verdrängung traditioneller Investitionskapazitäten jedoch Bedenken hinsichtlich des allgemeinen Wirtschaftswachstums aufwirft.
Quelle: Financial Times Markets · Zusammengefasst von HeadlinesBriefing