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Traditionelle Edelsteine knapp: Alternative Steine im Preis gestiegen

Financial Times Companies •
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Das schrumpfende Angebot an traditionellen Edelsteinen wie Diamanten, Rubinen, Smaragden, Saphiren und Perlen drängt Sammler und Juweliere zu Alternativsteinen und lässt die Preise für einst zugängliche Optionen steigen. Minenschließungen, erschöpfte Lagerstätten, Abbaubeschränkungen und geopolitische Störungen beschränken das Angebot klassischer Steine, während sich verändernde Konsumvorlieben die Nachfrage erweitern.

Die unabhängige Fine-Jewellery-Expertin Joanna Hardy merkt an, dass die Branche mittlerweile rund 50 Edelsteine in der Schmuckherstellung verwendet und sich davon entfernt, nicht-traditionelle Steine als "Halbedelsteine" zu bezeichnen. Als langlebig, schön und selten geltende Steine werden zunehmend als kostbar angesehen.

Paraíba-Turmaline veranschaulichen diesen Wandel: Die Preise stiegen im vergangenen Jahr um bis zu 45 %, und ein Stein wurde bei der Christie's 2025 New York Magnificent Jewels Auktion für 311.000 $ pro Karat verkauft. Spinele-Preise kletterten im vergangenen Jahrzehnt jährlich um 15 %, während Perlenknappheit — bedingt durch Umweltveränderungen — das Interesse an natürlichen rosa, silbernen und lavendelfarbenen Perlen befeuert.

Angebotsbeschränkungen sind im High-End-Segment des Diamantenmarkts besonders akut. Weniger als 30 natürliche rote Diamanten über einem Karat sind bekannt, mit nur drei öffentlich dokumentierten Beispielen über fünf Karat. Die globale Rohdiamantenförderung sank von 176,7 Mio. Karat 2005 auf 98,8 Mio. 2025, ein Rückgang von 44 % in zwei Jahrzehnten.