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EU-Verteidigungsbeamte widersetzen sich US-Tech-Limitierung

Financial Times Companies •
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Viele europäische Verteidigungsbeamte wehren sich gegen Versuche Brüssels, die Abhängigkeit von US-Technologieriesen einzudämmen, und warnen, dass dieser Schritt Europa mit minderwertigen Systemen und größeren Cyberrisiken zurücklassen könnte. Da der Kontinent angesichts russischer Bedrohungen eilig aufrüstet, räumen Beamte ein, dass die Abhängigkeit von Google, Amazon und Microsoft eine geopolitische Verwundbarkeit darstellt. Als Reaktion hat die Europäische Kommission ein neues Gesetz vorgeschlagen, das den Einsatz ausländischer Technologie in den sensibelsten europäischen Systemen verbieten würde.

Zwei hochrangige EU-Verteidigungsbeamte und mehrere Rüstungsunternehmen argumentieren jedoch, dass der Einsatz minderwertiger europäischer Technologie den Kontinent einem größeren Risiko aussetzen würde, und schätzen, dass die USA bei Cloud- und KI-Verteidigungsplattformen einen Vorsprung von acht bis zehn Jahren haben. Ein Beamter sagte der Financial Times: "Wir kaufen immer noch viel amerikanisches Gerät, offen gesagt, weil wir weniger sicher wären, wenn wir es nicht täten." Der Cloud- und KI-Entwicklungsakt der Kommission, der im Juni vorgestellt wurde, würde die Mitgliedstaaten zwingen, die Sensitivität jedes öffentlichen Dienstes zu bewerten, wobei die höchste Stufe ausschließlich inländische Technologie erfordert. Er schätzt, dass nur 1 Prozent der öffentlichen Dienste Europas diese Hürde überwinden würden.

Airbus kündigte an, einige seiner kritischsten Anwendungen vom US-Cloud-Anbieter AWS zum französischen Konkurrenten Scaleway zu verlagern. Finnlands Außenministerin Elina Valtonen warnte, dass ausländische Lieferanten einen "Kill Switch" nutzen könnten, um kritische Rechenkapazitäten abzuschalten, und erklärte: "Unser Ziel sollte praktischer sein: nicht jeden Teil des KI-Stacks zu besitzen, sondern sicherzustellen, dass kein kritischer Teil einfach abgeschaltet werden kann."