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Chime gewinnt beim K-förmigen Verbraucherfinanzwesen

Financial Times Companies •
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Chime Financial, der US-Fintech-Anbieter, gedeiht, da der Druck der Lebenshaltungskosten die Verbraucher zu günstigeren Bankalternativen treibt. Traditionell bediente Chime einkommensschwache Nutzer mit einfachen Konten und gesicherten Kreditkarten, doch das schnellste Wachstum kommt jetzt von Kunden mit einem Jahreseinkommen von über 75.000 US-Dollar. CEO Christopher Britt sagt, dass der gebührenfreie „Prime“-Status wohlhabende Nutzer anzieht, die Belohnungen ohne hohe Kreditkartengebühren wollen.

In den 12 Monaten bis Juni eröffnete Chime 1,7 Millionen neue Girokonten und hielt damit Schritt mit JPMorgan Chase. Analysten erwarten einen Jahresgewinn von 170 Millionen Dollar, wodurch frühere Verlustprognosen umgekehrt werden. Nach einem volatilen Börsengang ist der Aktienkurs von Chime wieder über dem Ausgabepreis gestiegen — eine seltene Leistung bei den großen US-IPOs von 2025, bei denen nur neun von 21 Unternehmen über dem Angebotspreis notieren.

Herausforderungen bleiben: die Abhängigkeit von Swipe-Gebühren und hohe Marketingausgaben (etwa ein Viertel des Q2-Umsatzes). Dennoch hat sich die Bewertung von 8,8x auf 4,8x Enterprise Value/Umsatz komprimiert. Chimes Zuverlässigkeit — das konsequent Übertreffen von Prognosen — hat institutionelle Investoren angezogen, im Gegensatz zu Konkurrenten wie StubHub und Klarna, die ihre Ziele verfehlten oder unvorhersehbar wuchsen.