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Josh Kerrs Kit-Protest löst Debatte aus

BBC Sport •
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Nachdem Josh Kerr am Sonntagabend in Budapest mit einem dominanten Sieg über 1500 m Großbritanniens erster Ultimate Champion aller Zeiten geworden war, feierte er auf übliche Weise – Union Jack umgelegt, strahlendes Lächeln, erhobene Arme vor der jubelnden Menge. Doch er tat auch etwas weniger Traditionelles und verschärfte damit einen Streit über die Finanzierung an der Spitze der Leichtathletik.

Der 28-Jährige verbarg deutlich sichtbar das Logo des Sponsors Nike auf seinem Großbritannien-Kit, indem er seine Laufschuhe der Marke Brooks über die Schulter band, sodass die Videoaufnahmen und Fotos seiner Pokalübergabe seinen persönlichen Sponsor statt den seiner Nation hervorhoben. Nachdem Kerr den ersten Durchgang der Ultimate Championship gelobt hatte, einer neuen zweijährlichen Veranstaltung von World Athletics mit Fokus auf große Namen, erklärte er die Bedeutung dieser Aktion in seinem Interview mit BBC Sport.

„Es gibt eine letzte Sache, die wir meiner Meinung nach richtig hinbekommen können, nämlich den Athleten zu erlauben, ihre eigenen Marken statt ihr Land zu repräsentieren“, sagte Kerr. „Ich liebe mein Land und trete für es an, aber leider verdienen wir damit kein Geld. Wir haben noch nicht die Gehälter, die andere Sportarten haben. Das wäre also eine Wachstumschance.“ BBC Sport hat World Athletics um eine Stellungnahme gebeten.

Der aus Edinburgh stammende Kerr hat Medaillen für Großbritannien sowohl bei den Olympischen Spielen – Bronze 2020 und Silber 2024 – als auch bei Weltmeisterschaften gewonnen, wobei er 2023 Gold holte. Bei der Ultimate Championship tritt ein viel kleineres Teilnehmerfeld für Einzeltitel an, ohne Länder-Medaillenspiegel. Kerr verdiente 150.000 $ für den Sieg.

Wichtige Entitäten: Unternehmen: Nike, Brooks, World Athletics, BBC Sport, UK Sport, National Lottery | Personen: Josh Kerr | Orte: Großbritannien, Budapest, Edinburgh, Ungarn, Paris, USA, Britannien