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Quantencomputing bedroht Cybersicherheit: Verschlüsselung könnte veraltet werden

Wall Street Journal Markets •
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Quantencomputer stellen eine erhebliche Bedrohung für die aktuelle Cybersicherheitsinfrastruktur dar, da ihre Fähigkeit, komplexe mathematische Probleme effizient zu lösen, die Standardverschlüsselung obsolet machen könnte. Traditionelle Sicherheitsmethoden beruhen auf riesigen Zahlen, sogenannten öffentlichen Schlüsseln, die für gewöhnliche Computer praktisch unmöglich zu knacken sind, aber anfällig für die Mustererkennungsfähigkeiten von Quantencomputern. Hacker, die mit Quantentechnologie ausgestattet sind, könnten die Verschlüsselung knacken, die Online-Transaktionen, private Nachrichten und sichere Website-Verbindungen schützt.

Obwohl Quantencomputer weitgehend experimentell bleiben und auf Laborbedingungen beschränkt sind, investieren mehrere Unternehmen stark in ihre Entwicklung. International Business Machines plant, den ersten Quantencomputer für reale Anwendungen bis 2029 zu liefern. Der hypothetische „Q-Tag“, der Zeitpunkt, an dem Quantencomputer leistungsstark genug werden, um Standardschlüsselverschlüsselung zu brechen, wird voraussichtlich schrittweise über mehrere Monate oder Jahre erfolgen, laut Scott Aaronson, Professor für Informatik an der University of Texas at Austin.

Es existieren bereits quantensichere Verschlüsselungssysteme, darunter gitterbasierte Protokolle, die geometriebasierte Probleme nutzen, die sowohl gegen Standard- als auch gegen Quantencomputer resistent sind. Das National Institute of Standards and Technology veröffentlichte im 2024 drei Post-Quanten-Kryptografie-Standards und drängte Organisationen, sich schnell anzupassen, mit dem Ziel, Legacy-Systeme bis 2035 auszusortieren. Die US-Regierung setzte ein Post-Quanten-Compliance-Fristdatum von 2030 für Bundesbehörden.

Große Technologieunternehmen wie Alphabet's Google, Cloudflare und Microsoft streben an, quantensichere Verschlüsselung in allen ihren Produkten bis 2029 einzusetzen. Die Messaging-Plattformen Signal und iMessage von Apple verwenden bereits Post-Quanten-Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, während WhatsApp und Facebook Messenger von Meta Platforms Post-Quanten-Funktionen bereitstellen. Die Passwort-Manager Keeper Security und 1Password haben quantensichere Algorithmen übernommen. Finanzinstitute und Kreditkartennetze wechseln ebenfalls zu Post-Quanten-Protokollen. Trotz dieser Bemühungen ergab eine aktuelle Umfrage des Trusted Computing Group, dass 91 % der Sicherheitsfachleute keinen formellen Migrationsplan haben.

Wichtige Entitäten: Unternehmen: International Business Machines, Alphabet's Google, Cloudflare, Microsoft, PQShield, Signal, Apple, Meta Platforms, WhatsApp, Facebook Messenger, Keeper Security, 1Password, Trusted Computing Group | Personen: Scott Aaronson, Ali El Kaafarani | Orte: University of Texas at Austin

Häufig gestellte Fragen: Wann werden Quantencomputer die aktuelle Verschlüsselung knacken?

Der Q-Tag wird wahrscheinlich schrittweise über mehrere Monate oder Jahre erfolgen, anstatt an einem einzelnen festen Datum, wobei die US-Regierung eine Post-Quanten-Compliance-Frist von 2030 für Bundesbehörden festgelegt hat und die Ausphaseierung von Legacy-Systemen bis 2035 anstrebt.

Häufig gestellte Frage: Wann werden Quantencomputer die aktuelle Verschlüsselung knacken?

Antwort: Der Q-Tag wird wahrscheinlich schrittweise über mehrere Monate oder Jahre erfolgen, anstatt an einem einzelnen festen Datum, wobei die US-Regierung eine Post-Quanten-Compliance-Frist von 2030 für Bundesbehörden festgelegt hat und die Ausphaseierung von Legacy-Systemen bis 2035 anstrebt.