HeadlinesBriefing favicon HeadlinesBriefing.com

USPS-Briefwahl-Screening in rechtlichen Streitigkeiten

New York Times Top Stories •
×

Der US-Postdienst hat vor den Zwischenwahlen dieses Jahres trotz laufender rechtlicher Auseinandersetzungen über die Executive Order von Präsident Trump zur Einschränkung der Briefwahl schnell ein komplexes Screening-System für Briefwahlunterlagen entwickelt. Das neue System, das die Bundesstaaten verpflichtet, dem Postdienst mitzuteilen, welchen Wählern Stimmzettel zugesandt werden, damit diese vor der Zustellung überprüft werden können, zeigt, wie aggressiv der Postdienst die Anweisung des Präsidenten vor den bevorstehenden Wahlen umsetzt, die das Machtgleichgewicht im Kongress kippen könnten. Die Bemühungen der Behörde, eine Möglichkeit zur Einschränkung der Empfänger von Briefwahlunterlagen einzurichten, selbst während die Angelegenheit vor Gericht ausgefochten wird, könnten bei den Wählern Verwirrung stiften und das Vertrauen in den Postdienst untergraben, da die Bundesstaaten kurz davor stehen, die Stimmzettel zu versenden, sagten aktuelle und ehemalige Landesbeamte.

Wenn das neue Screening-System letztendlich eingeführt wird, könnte es die Fähigkeit der Menschen gefährden, ihre Stimmzettel zu erhalten und abzugeben, sagten sie. „Es betrifft nicht nur die Fähigkeit der Wähler zu wählen, sondern auch ihr Vertrauen in ein freies und faires System, das für alle von uns, die wahlberechtigt sind, gleich ist“, sagte Kathy Boockvar, ehemalige demokratische Außenministerin von Pennsylvania. Mehr als zwei Dutzend demokratische Generalstaatsanwälte und Wahlrechtsorganisationen haben die Anordnung von Herrn Trump vor Gericht angefochten und argumentiert, dass sie gegen die Bestimmung der Verfassung verstößt, die den Bundesstaaten die Verantwortung für die Durchführung von Wahlen überträgt. Trotz einer gerichtlichen Anordnung, die dem Postdienst vorübergehend die Umsetzung des Plans des Präsidenten untersagt, räumte die Behörde am Dienstag ein, dass sie das Portal weiterentwickelt habe.

Ein Whistleblower sagte diese Woche, dass das Screening-Portal in einer hastigen und schlampigen Weise entwickelt werde, die die Briefwahl im ganzen Land gefährden könnte. Zwanzig Bundesstaaten werden bis zum 19. September Stimmzettel an Wähler versenden.

Der erste ist North Carolina, wo die Kreiswahlausschüsse am Freitag mit dem Versand von Briefwahlunterlagen beginnen werden.