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Flut in Nepal zerstört 12% Wasserkraftkapazität

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Katastrophale Überschwemmungen in den Tälern Bhotekoshi und Trishuli in Nepal haben 14 Wasserkraftprojekte zerstört oder beschädigt, wodurch 431 Megawatt — mehr als 12 Prozent der gesamten Erzeugungskapazität des Landes — offline genommen wurden, laut Angaben der Nepal Electricity Authority. Einschließlich Projekte unter Konstruktion verdoppelt sich der Kapazitätsverlust annähernd. Die Katastrophe forderte mehr als 600 Todesopfer, hinterließ mehr als 2.400 Vermisste und vertrieb 93.000 Menschen, die Unterstützung benötigen. Am Trishuli-1-Projekt wurden 63 Inder aus einem Bautunnel gerettet, während mehr als 100 Arbeiter weiterhin vermisst werden.

Die Zerstörung offenbart Schwachstellen in der Wirtschaftsstrategie Nepals, eine wichtige exportierende Nation für erneuerbare Energie zu werden. Das Land zielt darauf ab, bis 2035 28.500 Megawatt zu erreichen und kürzlich bestätigte einen Deal, um 10.000 Megawatt an Indien in zehn Jahren zu senden. Allerdings weist Puspa Sharma von der National University of Singapore darauf hin, dass Nepal doppelte Risiken hat: verschlimmernde Klimarisiken in gebirgigen Gebieten und Abhängigkeit von Indien als unverzichtbarer Markt und Transitroute.

Indiens Zögern, chinesisch unterstützte Wasserkraftinvestitionen anzunehmen — gestärkt durch Grenzspannungen nach dem Konflikt 2020 — verkompliziert die Entwicklung weiter. Nepal verfügt über 83 Gigawatt Wasserkraftpotential, benötigt aber Milliarden für Infrastrukturinvestitionen. Mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von etwa 1.600 Dollar, stellt die ehrgeizige Energie-Wette der landgesunden Nation ein wachsendes geologisches und geopolitisches Ungleichgewicht dar.