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KI verstärkt Cyberbetrug, warnt FATF

Financial Times Markets •
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Cyberkriminelle wechseln von großen Betrugskomplexen mit hunderten Mitarbeitern zu kleinen Gruppen aus einer oder zwei Personen, die leistungsstarke Server und KI-Tools nutzen, wodurch Betrug schwerer zu erkennen ist, warnte Giles Thomson, Präsident der Financial Action Task Force (FATF). Früher betrieben Betrüger enorme Gebäude mit hunderten Mitarbeitern, doch heute nutzen sie nur eine oder zwei Personen mit leistungsstarken Servern und KI-Tools. Kriminelle aus Südostasien bauen vertrauensvolle Beziehungen zu ihren Opfern auf, bevor sie Kryptowährungsbetrug, Investmentbetrug und Romance-Scams starten.

KI ermöglicht komplexere Schemata wie Deepfake-Videos, gefälschte Websites und Chatbot-Impersonation. Interpol stellte fest, dass KI-gestützter Betrug 4,5-mal profitabler ist als traditionelle Methoden, mit einem Anstieg der Betrugsmeldungen um 54 % seit 2024. Das FBI berichtete von Verlusten in Höhe von 893 Millionen Dollar aufgrund von KI-gestütztem Betrug im letzten Jahr.

Ein bevorstehender FATF-Bericht könnte die Einrichtung von Anti-Scam-Zentren für einen schnelleren Informationsaustausch empfehlen. Myanmar könnte aufgrund seiner umfangreichen Betrugsaktivitäten zusätzlichen Gegenmaßnahmen ausgesetzt sein. Das US-Justizministerium hat kürzlich 13 chinesisch geführte Komplexe in Madagaskar geschlossen und 52 Millionen Dollar in Kryptowährungen, die mit Xinbi Guarantee verbunden sind, eingefroren.

Die globalen Verluste durch Finanzbetrug erreichten letztes Jahr 442 Milliarden Dollar, laut der Global Anti-Scam Alliance.