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Utrecht-Netzkrise spiegelt EU-Energieprobleme wider

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Im europäischen Sommerhitze steht Utrecht-Bibliotheken vor der ungewöhnlichen Wahl: Klimaanlage oder Rolltreppe. Bewohner, Unternehmen und öffentliche Dienste in der niederländischen Stadt Utrecht, weniger als 30 Meilen südlich von Amsterdam, müssen strenge Beschränkungen bei der Stromnutzung hinnehmen, da das Stromnetz schwer überlastet ist. Seit dem 1. Juli hat der Netzbetreiber neue Anschlüsse eingefroren, um Stromausfälle zu vermeiden. Die Bürgermeisterin von Utrecht, Sharon Dijksma, befürchtet, dass die Krise mehrere Jahre anhalten könnte, mit verheerenden wirtschaftlichen Folgen für die am schnellsten wachsende Stadt der Niederlande. Weniger Wohnprojekte können entwickelt werden, während Pläne zur Elektrifizierung der lokalen Industrie und zur Installation schneller Ladepunkte für Elektrofahrzeuge auf Eis gelegt werden.

Die Probleme der Niederlande sind besonders akut, da sie in den letzten Jahren einen großen Push für die Elektrifizierung gemacht haben. Die fünftgrößte Volkswirtschaft der EU hat mehr Solarpaneele und Ladepunkte für Elektrofahrzeuge pro Kopf als jedes andere Land in der Region. Es ist gelungen, den Gasverbrauch von 42 Milliarden Kubikmetern pro Jahr im Jahr 2019 auf 30 Milliarden im Jahr 2025 zu reduzieren. Aber der Misserfolg, schnell genug in pylons, Kabel und Umspannwerke zu investieren, um den Übergang zu unterstützen, bedeutet, dass die Warteschlange auf Unternehmen, die eine Stromanbindung warten, von 12.000 auf 15.000 im letzten Jahr gestiegen ist.

Experten kritisieren die EU-gespaltene Energiesysteme schon lange. Von den fünf größten Volkswirtschaften der EU hat nur Deutschland das Ziel von 2020 erfüllt, genug grenzüberschreitende Kabel zu installieren, um den Import der äquivalenten bis zu 10 Prozent seiner Stromerzeugungsleistung aus Nachbarländern zu ermöglichen. Der landmark-Report von Mario Draghi aus dem Jahr 2024 zur Wettbewerbsfähigkeit der EU schätzt, dass Europa bis 2030 bis zu 600 Milliarden Euro in seine Stromnetze investieren muss, um Investitionen in erneuerbare Energien zu unterstützen.