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65 Millionen Euro von McKinsey in Frankreich beschlagnahmt

Financial Times Companies •
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Französische und belgische Staatsanwälte haben 65 Millionen Euro von McKinsey im Rahmen einer langwierigen Untersuchung wegen mutmaßlichen Steuerbetrugs beschlagnahmt, an der die US-Beratungsfirma beteiligt ist. Die Beschlagnahme ist vorläufig, was bedeutet, dass die Gelder eingefroren sind und möglicherweise für eine künftige Geldstrafe verwendet werden könnten, sagte ein Beamter der französischen Staatsanwaltschaft. Das Büro des französischen Finanzstaatsanwalts teilte am Freitag mit, dass es mit seinen Kollegen in Brüssel zusammengearbeitet habe, um den Betrag Ende August von McKinsey zurückzufordern.

Die Untersuchung geht auf das Jahr 2022 zurück, als das Geschäft von McKinsey in Frankreich während des Präsidentschaftswahlkampfs unter die Lupe genommen wurde, bevor Emmanuel Macron wiedergewählt wurde. Der französische Senat leitete eine Untersuchung über die Nutzung von Beratungsfirmen durch die Regierung ein und hob einen großen Anstieg der Ausgaben für Unternehmen wie McKinsey hervor, das bei der Einführung des Covid-19-Impfstoffs, Technologieprojekten und Bildung beraten hatte. Der Senat warf McKinsey vor, 10 Jahre lang keine Körperschaftssteuer in Frankreich gezahlt zu haben. Die Polizei durchsuchte im Mai 2022 die Büros von McKinsey in Paris, und in den Jahren 2025 und 2026 wurden Verdächtige und Zeugen befragt.

McKinsey erklärte, die Beschlagnahme sei "eine verfahrenstechnische Maßnahme im Zusammenhang mit einer vorläufigen Untersuchung" und stelle keine Verurteilung dar, und fügte hinzu: "Wir kooperieren weiterhin mit den französischen Behörden und bestreiten jegliches Fehlverhalten."

Wichtige Unternehmen: Unternehmen: McKinsey | Personen: Emmanuel Macron, Sarah White, Stephen Foley, Laura Dubois | Orte: Frankreich, Paris, Brüssel, USA, Belgien, New York

Häufig gestellte Fragen: Warum haben französische Staatsanwälte 65 Millionen Euro von McKinsey beschlagnahmt?

Französische und belgische Staatsanwälte haben 65 Millionen Euro von McKinsey als vorläufige Maßnahme in einer langwierigen Steuerbetrugsuntersuchung beschlagnahmt. Der Betrag entspricht fast allen Steuern, die die Beratungsfirma angeblich schuldet, nachdem der französische Senat ihr vorgeworfen hatte, 10 Jahre lang keine Körperschaftssteuer in Frankreich gezahlt zu haben.