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Warum dehnt sich das Universum aus? Von Kopernikus zur Kosmologie

Hacker News •
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Vor fünfhundert Jahren schlug Nicolaus Copernicus vor, dass die Erde die Sonne umkreist. Er verglich das geozentrische Modell mit Frankensteins Monster – einem Flickwerk aus Teilen. Das geozentrische Modell stimmte mit dem Himmel durch Zifferblätter für die rückläufige Bewegung überein. Copernicus sah, dass die äußeren Planeten – Mars, Jupiter, Saturn – aufgrund der Parallaxe Schleifen bilden könnten. Ihm fehlte die Physik von Isaac Newton oder Albert Einstein. Sein Modell hatte immer noch Knöpfe wegen Kreisen, nicht Ellipsen. Dennoch ebnete er den Weg für einfachere Erklärungen.

Rückblickend verkomplizieren gebrochene Symmetrien – unsere dezentrierte Sicht und ungleichmäßige Bewegungen – die Erscheinungen innerhalb eines einfacheren Rahmens. Ähnlich ähnelt das heutige Standardmodell der Kosmologie Frankensteins Monster: ein Amalgam aus Ad-hoc-Flicken. Nach einem Jahrhundert bietet es immer noch keine Erklärung dafür, warum sich unser Universum ausdehnen sollte.

Warum sollte sich unser Universum ausdehnen? In der kopernikanischen Tradition sollten wir fragen. Das Standardmodell bietet keine solche Erklärung. Es beruht auf einem Prinzip, das von Einstein und Willem de Sitter gefördert wurde: Das Universum dehnt sich trotz der Verlangsamung durch alles, was wir sehen, aus. Galaxien und Licht wirken der Expansion entgegen; alles, was sie antreibt, ist ein Ad-hoc-Knopf. Diese Tendenz explodiert beim Big Bang. Die einzige „Erklärung“ des Modells ist, dass die Expansion mit enormem Impuls gegen ihre natürliche Tendenz begann.

Schlüsselentitäten: Personen: Nicolaus Copernicus, Mary Shelley, Isaac Newton, Albert Einstein, Willem de Sitter | Orte: Earth, Sun