KI kann Videospiele und Software inzwischen in wenigen Tagen dekompilieren, wofür Freiwillige aus der Community früher Jahre von Handarbeit brauchten. Die Ergebnisse sind beeindruckend: Aufgegebene alte Spiele erhalten native Portierungen auf neue Plattformen, mit hohen Bildraten, dynamischer nativer Auflösung und Modding-Unterstützung. Projekte wie Isaac Recomp, das die 2011 erschienene Flash-Version von The Binding of Isaac in C++ portiert, laufen nun nativ in 1440p und werden flüssig auf 165 FPS interpoliert. Hunderte solcher Projekte sind bereits im Gange, und jeden Tag kommen neue hinzu.
Der Autor, der nach eigenen Angaben KI generell nicht mag, räumt ein, dass dieser Trend kaum zu ignorieren ist. Der Erhalt von Spielen ist ein großer Vorteil, denn Erlebnisse, die an 30 FPS, unscharfe Auflösungen oder veraltete Technik wie Adobe Flash gebunden waren, lassen sich nun modernisieren. Als Beispiele werden Colin McRae Rally 2.0, Final Fantasy Tactics Advance und eine Portierung von Metroid Prime genannt. Frühere Community-Dekompilierungen wie Open GOAL für die Jak-and-Daxter-Spiele oder Ship of Harkinian für Zelda Ocarina of Time wurden von Hand erstellt und werden bis heute als Werk von Legenden gefeiert.
Dieselbe Fähigkeit birgt jedoch ernsthafte Risiken. Wenn KI jede Software dekompilieren kann, könnten Unternehmen Konkurrenten kopieren, und bezahlte Spiele oder Apps könnten geöffnet und weiterverbreitet werden. Auf diese Weise erzeugter Code ist zudem oft unübersichtlich, und manche Portierungen sind instabil, weil ihren Erstellern das Fachwissen zur Reparatur fehlt.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Technologie zugleich bemerkenswert und alarmierend ist und dass ihre Auswirkungen auf die Technologiebranche erheblich sein werden.
Quelle: Hacker News · Zusammengefasst von HeadlinesBriefing