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Nein, Sie haben nicht zwei Gehirne – hier ist der Grund

Ars Technica •
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Eine aktuelle Pressemitteilung löste Schlagzeilen aus, die behaupteten, wir könnten zwei Gehirne haben, aber das ist eine Fehlinterpretation. Sie haben ein Gehirn, und die Forschung hinter der Aufregung handelt tatsächlich davon, wie sich das Gehirn in Segmenten entwickelt, nicht davon, ein zweites Gehirn zu haben.

Die Studie konzentriert sich auf die Entwicklungsbiologie und untersucht, wie sich das Nervensystem von Wirbeltieren bildet. Wirbeltiere haben vier Hauptgehirnsegmente: Vorderhirn, Mittelhirn, Hinterhirn und Rückenmark. Die Forschung untersucht, wie diese Segmente aus einer einzigen embryonalen Gewebeschicht, dem Ektoderm, entstehen, das sich verdickt und zu einem Neuralrohr faltet.

Dieser Prozess ist komplex und artspezifisch. Bei Mäusen bildet sich das Neuralgewebe auf einmal; bei Hühnern entwickelt es sich vom Kopf zum Schwanz; bei Kaulquappen bildet sich das Rückenmark einfach und reorganisiert sich später. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass die Studie die Choreographie der Gehirnentwicklung beleuchtet, nicht ein zweites Gehirn.

Obwohl die Schlagzeilen also irreführend waren, ist die eigentliche Wissenschaft faszinierend. Sie hilft uns zu verstehen, wie unser einziges, komplexes Gehirn aus einfachen Anfängen, Segment für Segment, aufgebaut wird und wie verschiedene Arten diesen Prozess anpassen.

Wichtige Entitäten: Personen: JOHN TIMMER