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CECL-Standard schadet kleinen Banken

Wall Street Journal Markets •
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Der Rechnungslegungsstandard „Current Expected Credit Loss“ (CECL), obwohl er die finanzielle Transparenz verbessern soll, belastet kleine Banken unverhältrmäßig. Diese Institutionen verfügen nicht über die ausgefeilten Modellierungsressourcen großer Banken, was die Compliance belastend macht. CECL zwingt sie, Kreditverluste über die gesamte Laufzeit der Kredite vorherzusagen, eine komplexe und unsichere Aufgabe. Dies führt zu höheren Kapitalreserven, wodurch die für Kredite verfügbaren Mittel reduziert werden.

Infolgedessen sehen sich kleine Banken mit gedrückten Margen und reduzierter Wettbewerbsfähigkeit konfrontiert. Die Komplexität des Standards lenkt auch die Aufmerksamkeit des Managements von den Kernbankaktivitäten ab. Darüber hinaus kann die prozyklische Natur von CECL wirtschaftliche Abschwünge verstärken, da Banken Reserven genau dann erhöhen müssen, wenn sich die Kreditbedingungen verschärfen. Diese kontraproduktive Wirkung schadet kleinen Banken und den Gemeinschaften, die sie bedienen.

Trotz seiner Absicht erreicht CECL seine Ziele für kleinere Institutionen nicht. Politiker sollten Ausnahmen oder vereinfachte Ansätze für Gemeinschaftsbanken in Betracht ziehen. Die Anpassung der Regel an die Bankenggröße würde die regulatorische Belastung verringern, ohne die allgemeine Finanzstabilität zu opfern. Letztendlich ist die Reform von CECL unerlässlich, um kleine Banken und ihre wichtige Rolle in lokalen Wirtschaft zu unterstützen.