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US-Bankenaufsicht fokussiert auf materielle Finanzrisiken

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Die US-Bankenaufsichtsbehörden verengen ihre Vollstreckungs- und Aufsichtsstandards, um materielle Finanzrisiken zu betonen. Das Office for the Comptroller of the Currency und die Federal Deposit Insurance Corporation werden am Donnerstag neue Regeln ankündigen, die darauf abzielen, „die Aufsicht auf das Wichtigste zu konzentrieren — materielle Finanzrisiken“, sagte ein Behördenvertreter.

Die Überarbeitung ist Teil eines deregulierenden Vorstoßes unter der Trump-Administration, der die Aufsichtsbehörden auch dazu veranlasst hat, das „Reputationsrisiko“ aus ihrem Aufsichtsrahmen zu streichen, um unfaire „Debanking“-Praktiken zu verhindern. Die Behörde erklärte, sie beseitige „Ablenkungen aus der Ära Biden“, die dazu geführt hätten, dass Bankprüfungen zu einer „Abhak-Compliance-Übung" geworden seien.

Die Umgestaltung umfasst eine neue Definition von „unsicherer oder ungesunder Praxis" und setzt eine höhere Hürde für die Herausgabe von „Matters Requiring Attention". Die Veränderung kommt, nachdem die Aufsichtsbehörden Kritik dafür hinnehmen mussten, dass sie Zins- und Liquiditätsrisiken bei der Silicon Valley Bank, die 2023 zusammenbrach, nicht angegangen seien.

Das OCC wird außerdem erstmals sein Richtlinien- und Verfahrenshandbuch öffentlich machen und zwei Kategorien von Verstößen einführen: „wesentliche" und „technische". OCC-Chef Jonathan V Gould sagte, die Priorisierung materieller Finanzrisiken sei entscheidend. Die American Bankers Association und ihr Präsident Rob Nichols begrüßten die Änderungen.

Schlüsseleinheiten: Unternehmen: Office for the Comptroller of the Currency, Federal Deposit Insurance Corporation, Silicon Valley Bank, Federal Reserve, American Bankers Association | Personen: Jonathan V Gould, Rob Nichols | Standorte: USA