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Handelskrieg USA-Kanada: Zölle von 50%

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Guten Morgen aus London, wo die Blumen in den Festival Gardens vor der St. Paul's Cathedral trotz der Sommerhitze gedeihen. Der Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada hat sich heute Morgen verschärft, da Kanada Vergeltungszölle von bis zu 50 Prozent auf amerikanische Waren verhängt hat. Die Gespräche zwischen den beiden Ländern sind im vergangenen Monat gescheitert. Die Zölle traten kurz nach Mitternacht in Kraft. Sie decken etwa 20 Milliarden Dollar pro Jahr an Importen aus den Vereinigten Staaten ab, einschließlich Waren wie Kleidung, Stahl und Käse.

"Die drängendere Sorge ist ein möglicher Kreislauf der Vergeltung", berichtet mein Kollege Tony Romm. Trump hat bereits mit zusätzlichen Zöllen auf kanadische Autos und Lastwagen gedroht. Er schlug letzte Woche vor, dass er den bilateralen Handel möglicherweise komplett einstellen könnte. Dann, letzte Nacht, wandte er sich an soziale Medien, um Bombardier, einen kanadischen Flugzeughersteller, herauszugreifen, und behauptete, es würde "KEINEN WEITERN VERKAUF VON BOMBARDIER IN DEN VEREINIGTEN STAATEN GEBEN!"

Der Streit zerschlägt eine der engsten Allianzen Amerikas, und es wird nicht erwartet, dass er bald endet. Als Kanada die Gespräche im vergangenen Monat verlassen hat, sagte Mark Carney, sein Land sei "im Krieg". Die Kanadier standen zu ihm: 75 Prozent der Befragten sagten, sie unterstützten seine Entscheidung, auszusteigen. Aber wenn die Kanadier in Kriegsbereitschaft sind, sagen amerikanische Beamte, dass sie es nicht sind. "Ich glaube nicht, dass man mit jemandem, der 13 Mal größer ist als man selbst, in einem Hand-in-Hand-Spiel sein kann", sagte Scott Bessent, der Finanzminister, in einem Interview mit CNBC. Die Strategie scheint zu sein: Might makes right.

Ein Zoll ist eine Steuer, die Ihre Regierung den Menschen und Unternehmen in Ihrem Land für den Kauf von Waren aus einem fremden Land auferlegt. Diese Steuer wird oft in Form höherer Preise an die Verbraucher weitergegeben. Um sie zu vermeiden, stellen manche Unternehmen einfach den Import von Waren aus den zollbelasteten Nationen ein und suchen sie anderswo. Das passiert auf beiden Seiten der Grenze.

Wichtige Entitäten: Unternehmen: Bombardier, CNBC | Personen: Tony Romm, Mark Carney, Scott Bessent, Trump, Barack Obama, Justin Trudeau | Orte: London, St. Paul's Cathedral, Kanada, Vereinigte Staaten, Minnesota, Alberta, Montana, Schweiz, Davos, Rose Garden