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Kirgisistans Wirtschaftsboom getrieben durch den Krieg in der Ukraine

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Die Wirtschaft Kirgisistans wuchs letztes Jahr um 11 %, teilweise aufgrund der Rolle als wichtiger Kanal für Waren nach Russland nach den Sanktionen. Diese Wiederausfuhr-Aktivität, der die Asiatische Entwicklungsbank 30-40 % des Wachstums der letzten vier Jahre zuschreibt, hat die Hauptstadt Bischkek zu einer Boomtown gemacht. Neue Infrastruktur, einschließlich des Wolkenkratzers Royal Tower und 24 gleichzeitig laufender Bauprojekte, spiegelt diese frenetische Entwicklung wider.

Ein großer Teil des Wohlstands ist in den Immobilienmarkt geflossen, wobei wohlhabende Käufer in Komplexen wie Monte Carlo und Brooklyn investieren. Die staatliche Hypothekengesellschaft hat vergünstigte Kredite an öffentliche Sector-Arbeiter vergeben. Allerdings ist dieses Wachstum mit einer politischen Konsolidierung einhergegangen.

Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2020 hat der Präsident Sadyr Japarov, ein Verbündeter des Kremls, unabhängige Medien und die Opposition unterdrückt und damit die demokratischen Bestrebungen des Landes beendet. Trotz des wirtschaftlichen Wohlstands bestehen Bedenken, dass dieser Boom auf einem zerbrechlichen Handelsumleitung beruht und nicht auf nachhaltiger Entwicklung. Arbeiter aus Südasien haben die lokalen Baustellen überschwemmt, ein starker Kontrast für kirgisische Bürger, die es gewohnt sind, im Ausland zu arbeiten.

Während das Bohren in der Hauptstadt widerhallt, füllt sich der Himmel mit Kränen, was eine schnelle Transformation symbolisiert, die durch geopolitische Veränderungen angetrieben wird.