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17. Juni 1994: Polizeiverfolgungsjagd mit O.J. Simpsons

New York Times Top Stories •
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Am 17. Juni 1994 verfolgten Millionen Amerikaner live im Fernsehen, wie ein weißer Ford Bronco mit O.J. Simpson und seinem Freund Al Cowlings an Bord im Großraum Los Angeles der Polizei entkam. Die Verfolgungsjagd, die sich über mehr als 50 Meilen erstreckte und mit Geschwindigkeiten zwischen 20 und 50 mph verlief, wurde zu einem kulturellen Moment, der ein neues Kapitel im elektronischen Journalismus einläutete.

Die Jagd folgte auf die Morde an Nicole Brown Simpson und Ronald Goldman am 12. Juni, für die O.J. Simpson angeklagt worden war. Nachdem das LAPD seinem Anwalt Robert Shapiro mitgeteilt hatte, dass er sich bis 11 Uhr stellen müsse, verzögerte Simpson dies unter Verweis auf familiäre Angelegenheiten. Als er nicht erschien, wurde die Polizei zu seinem Haus im San Fernando Valley geschickt, fand dort aber nur, dass Al Cowlings bereits weggefahren war und den Bronco steuerte.

Cowlings hatte den Notruf 911 gewählt und behauptet, Simpson drohe mit einer Waffe, sich das Leben zu nehmen. Nachrichtenhubschrauber und Dutzende Beamte folgten dem Fahrzeug, das auf dem Interstate 5 von einem campenden Ehepaar und einem Hilfssheriff gesichtet wurde. Die Verfolgung endete, als Cowlings das Fahrzeug zu O.J. Simpsons Wohnsitz in Brentwood zurücklenkte, was zu seiner Festnahme führte. Eine aktuelle Recherche der New York Times legt nahe, dass ein möglicher Komplize, der verstorbene Mafioso Joseph Ippolito, Simpson beim Verwischen seiner Spuren geholfen habe.

Der Fall fasziniert die Öffentlichkeit bis heute und hat unzählige Bücher und Dokumentationen hervorgebracht, sogar eine flüchtige Anekdote des Rappers Fat Joe. Die Verfolgungsjagd von 1994 gilt weiterhin als Maßstab für Live-Nachrichtenberichterstattung und für das Interesse an True-Crime-Geschichten.

Quelle: New York Times Top Stories · Zusammengefasst von HeadlinesBriefing