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Trump ruft US-Ölraffinerien wegen Treibstoffpreissteigerung durch Iran-Krieg ins Weiße Haus

Financial Times Markets •
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Donald Trump hat die größten US-Ölraffinerien — einschließlich Marathon Petroleum, Phillips 66, Chevron, Delek US Holdings, PBF Energy und Valero Energy — am Dienstag ins Weiße Haus gerufen, um die durch den Krieg seiner Regierung in Iran verursachten steigenden Treibstoffpreise anzugehen. Da die Zwischenwahlen in weniger als drei Monaten stattfinden, sieht sich der Präsident zunehmendem politischem Druck ausgesetzt, da der durchschnittliche Benzinpreis in den USA nun über 4 Dollar pro Gallone liegt, ein Anstieg von nahezu 30 % gegenüber dem Vorjahr, während der Dieselpreis auf 5,80 Dollar pro Gallone zusteuert. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Taylor Rogers, erklärte, dass das Ziel des Treffens darin besteht, die Raffineriekapazität zu erhöhen und „die Preise für das amerikanische Volk zu senken“. Diese Einladung erfolgt, während die Raffinerien Rekordgewinne melden, wobei der Diesel-Crack-Spread auf 100 Dollar pro Barrel gestiegen ist. Im Juni beschuldigte Trump die Big Oil der Preistreiberei und forderte eine Untersuchung durch das Justizministerium. Die Rohölpreise stiegen am Montag erneut an, wobei Brent bei 90,49 Dollar pro Barrel stabilisierte, nachdem die Spannungen zwischen den USA und dem Iran erneut aufgeflammt waren. Analysten warnen, dass die Regierung nur begrenzten Handlungsspielraum hat, da die Auslastung der US-Raffinerien seit 12 aufeinanderfolgenden Wochen über 95 % liegt — die längste solche Serie seit 2000 — wodurch das System anfällig für Hurrikane oder eine weitere Eskalation im Nahen Osten ist. Einige schlagen vor, dass Trump die Kraftstoffexporte verbieten könnte, um die Inlandspreise zu senken, obwohl dies das Risiko birgt, eine traditionell pro-Trump eingestellte Industrie zu verprellen.

Wichtige Entitäten: Unternehmen: Marathon Petroleum, Phillips 66, Chevron, Delek US Holdings, PBF Energy, Valero Energy, Gulf Oil, Rabobank, Eurasia Group | Personen: Donald Trump, Taylor Rogers, Tom Kloza, Joe De Laura, Stephanie Findlay, Claire Jones, Jamie Smyth | Orte: Houston, Washington, New York, Iran, Russland, Ukraine, Golf von Mexiko, St John Raffinerie, Nordostkanada

Häufig gestellte Fragen: Warum steigen die Treibstoffpreise in den USA trotz hoher Auslastung der Raffinerien?

Die Treibstoffpreise in den USA steigen aufgrund von Ölversorgungsunterbrechungen durch den Krieg im Iran, dem Verlust globaler Raffineriekapazität durch ukrainische Drohnenangriffe auf russische Anlagen und historisch niedrigen saisonalen Lagerbeständen an Diesel und Heizöl. Selbst bei einer Auslastung der Raffinerien von über 95 % über 12 aufeinanderfolgende Wochen verfügt das System über keinen Puffer, um zusätzliche Schocks wie Hurrikane oder eine weitere Eskalation im Nahen Osten zu absorbieren.