HeadlinesBriefing favicon HeadlinesBriefing.com

Russlands Uranvorherrschaft bedroht westliche Versorgung

Financial Times Companies •
×

Russland könnte bis 2040 mehr als ein Drittel des globalen abgebauten Uranangebots kontrollieren, was die westliche Energiesicherheit angesichts steigender Nachfrage nach Kernenergie gefährdet, laut dem Zentrum für strategischen Vorteil (CSA). Derzeit machen von Russland kontrollierte Minen nahezu ein Viertel der globalen Produktionskapazität aus, hauptsächlich über die staatliche Tochtergesellschaft Uranium One von Rosatom, die in Kasachstan tätig ist und sich nach Tansania und Namibia ausweitete. Moskau schloss außerdem ein Urankooperationsabkommen mit Niger nach der Ausweisung der französischen Gruppe Orano.

Ein Angebotsdefizit zeichnet sich ab aufgrund jahrelanger Unterinvestitionen nach der Fukushima-Katastrophe. Analysten wie Alex Bedwany von Stifel warnen, dass der Sektor bis Mitte der 2030er Jahre neues Angebot benötigen wird. Projekte in Kanada, wie die Saskatchewan-Entwicklung von Nex Gen Energy und die Erweiterung des McArthur River durch Cameco, stehen vor erheblichen Entwicklungsrisiken und langen Zeitplänen.

Sarah Forman von Urenco betont die Notwendigkeit staatlicher Signale, die langfristige Kernenergie unterstützen, um Kapital freizusetzen. Obwohl westliche Nationen seit dem Einmarsch in die Ukraine 2022 russische Einrichtungen sanktioniert haben und zugesagt haben, Russlands Dominanz in der Kernbrennstofflieferkette entgegenzuwirken, bleibt Russland ein wichtiger Lieferant von angereichertem Uran für Europa.

Schlüsselentitäten: Unternehmen: Zentrum für strategischen Vorteil, Rosatom, Uranium One, Orano, Nex Gen Energy, Cameco, Urenco, Stifel | Personen: Camilla Hodgson, Roula Khalaf, Gareth Heywood, Alex Bedwany, Sarah Forman | Orte: London, Kasachstan, Australien, Namibia, Kanada, Saskatchewan, Tansania, Niger, Russland, Europa, Ukraine, Japan, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten

Häufig gestellte Fragen: Wie viel der globalen Uranproduktion könnte Russland bis 2040 kontrollieren?

Das Zentrum für strategischen Vorteil prognostiziert, dass Russlands Anteil an der globalen Uranproduktionskapazität von nahezu einem Viertel im Jahr 2024 auf 36 Prozent bis 2040 steigen könnte, wenn alle geplanten Minen ihre volle Kapazität erreichen.