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Kernenergie-Lücke: 5-facher Bau bis 2030 nötig

Financial Times Companies •
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Der Weltverband der Kernenergie (WNA) warnt, dass der Bau neuer Kernkraftwerke bis in die späten 2030er-Jahre um das Fünffache gesteigert werden muss, um die Ziele für 2050 mit einer Gesamtkapazität von 1.457 GW zu erreichen. Derzeit wurden 2025 nur 12,6 GW begonnen, was deutlich unter den erforderlichen 60-65 GW pro Jahr liegt. Jonathan Cobb, leitender Klimaprogramm-Manager beim WNA, betonte, dass in diesem Jahrzehnt “konzertierte Maßnahmen” bei Lieferanten, Arbeitskräften und Regulierung erforderlich sind. Die Warnung kommt, während London den 51. Welt-Kernenergie-Symposium ausrichtet.

China führt die jüngsten Baubeginne an, während das Vereinigte Königreich Hinkley Point C in Somerset und Sizewell C in Suffolk mit französischer Technologie baut. Das Interesse an Kernenergie ist während des “US-Iran-Krieges” und der Volatilität fossiler Brennstoffe angestiegen, wobei Brasilien und China sich einem COP28-Vorschlag angeschlossen haben, die Kapazität bis 2050 auf 1.200 GW zu verdreifachen.

Dennoch steht die Kernenergie vor hohen Kosten, langen Vorlaufzeiten und dem Wettbewerb durch erneuerbare Energien. 2025 kam nur 3 GW Kernenergie online, gegenüber 814 GW Solarenergie und Windenergie und 108 GW Batterien. Die Speicherenergie bedroht insbesondere den wichtigsten Vorteil der Kernenergie: zuverlässige, klimaneutrale Energie unabhängig vom Wetter. Cobb argumentierte, dass Batterien die Kernenergie ergänzen könnten, indem sie den Kraftwerken erlauben, mit konstanteren Geschwindigkeiten zu arbeiten.