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Latham & Watkins kauft Nvidia-Server für interne KI

Financial Times Companies •
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Die Anwaltskanzlei Latham & Watkins hat eigene Nvidia-GPU-Server gekauft und begonnen, Open-Weight-KI-Modelle zu feintunen, was das erste öffentliche Beispiel einer großen Anwaltskanzlei darstellt, die KI-Hardware besitzt. Laut Chief Information Officer Rene Mendoza zielt die nach Umsatz zweitgrößte Kanzlei der USA (8,3 Mrd. $ in 2025) darauf ab, hochsensible Mandantendaten vollständig in den eigenen Systemen zu halten und steigende Cloud-Verbrauchskosten zu vermeiden. Die Kanzlei mietet gesichertes Rechenzentrumsfläche, die nur ihren Mitarbeitern zugänglich ist, und beschäftigt über 900 Technologie-Spezialisten, darunter Machine-Learning-Ingenieure, die Nvidia Nemotron 3 Modelle anpassen.

Dieser kapitalintensive Ansatz steht im Kontrast zu Wettbewerbern: Kirkland & Ellis arbeitet mit Palantir zusammen, A&O Shearman mit Harvey, und Freshfields kollaboriert mit Anthropic. Lathams Strategie verschiebt KI von Betriebsausgaben zu vorab anfallenden Kapitalausgaben, was die Partnergewinne reduziert — ein traditioneller Hemmschuh im Big Law. Die Investition beläuft sich wahrscheinlich auf zig Millionen jährlich. Joy Heath Rush, CEO der International Legal Technology Association, nannte den Schritt beispiellos. Wall-Street-Banken drängen Kanzleien, Gebühren zu senken, da KI die juristische Arbeit beschleunigt, aber Latham setzt darauf, dass Infrastrukturkontrolle langfristige Flexibilitäts- und Sicherheitsvorteile bietet.