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Google gewinnt Kartellrechtsstreit und vermeidet Aufspaltung des Werbegeschäfts

Financial Times Companies •
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Ein Bundesrichter hat entschieden, dass Google nicht gezwungen wird, wesentliche Teile seines digitalen Werbearms zu verkaufen, und das Argument des US-Justizministeriums (DoJ) zurückgewiesen, dass ein zwangsweiser Verkauf der einzige Weg sei, sein Monopol auf dieses Geschäft zu brechen. Am Mittwoch lehnte Richterin Leonie Brinkema den Antrag des DoJ ab, Google zwingen zu sollen, seinen Werbeaustausch 'Ad X' und den Publisher-Werbeserver zu verkaufen.

Diese Entscheidung ist das zweite Mal, dass ein Gericht die Versuche des DoJ abgelehnt hat, die Muttergesellschaft von Google, Alphabet, zu zerschlagen, obwohl die Staatsanwälte in beiden Fällen gewonnen haben, indem sie die Gerichte davon überzeugt haben, dass die Technologiegruppe ein illegales Monopol besaß. Brinkema entschied sich dafür, 'verhaltensbezogene Auflagen' auf Google auzulegen, die später festgelegt werden sollen.

Beide Richter hiesen auf die praktischen Schwierigkeiten hin, die sich aus der Ausgliederung solcher großen Unternehmen ergeben, und äußerten Besorgnis darüber, dass die Technologie während der Jahre der Rechtsstreitigkeiten von Google weiterentwickelt haben könnte, insbesondere angesichts des Umbruchs durch KI im Sektor. Der Alphabet-Aktienkurs ist in den letzten 12 Monaten um 57 Prozent gestiegen, unterstützt durch die Erleichterung der Investoren, dass das Unternehmen trotz dreier Niederlagen in Kartellverfahren seine Kerngeschäfte intakt behalten hat.

Die Entscheidung wurde jedoch von Kartellgegnern als 'zahnlos' kritisiert und mit geringer Chance bewertet, die Macht von Alphabet zu erschüttern. 'Die Richter stellen immer wieder fest, dass Google schuldig ist, aber es gelangt immer wieder davon, mit seinen unrechtmäßig erworbenen Gewinnen und seinem intakten Imperium davonzukommen', sagte Laurel Kilgour vom American Economic Liberties Project.

Wesentliche Entitäten: Unternehmen: Google, Alphabet, US-Justizministerium, Apple, American Economic Liberties Project | Personen: Leonie Brinkema, Amit Mehta, Lee-Anne Mulholland, Laurel Kilgour, Stephen Morris, Roula Khalaf | Orte: San Francisco, Vereinigte Staaten

Häufig gestellte Fragen: Warum musste Google sein Werbegeschäft nicht aufspalten?

Ein Bundesrichter lehnte den Antrag des US-Justizministeriums ab, Google zu zwingen, seinen Werbeaustausch 'Ad X' und den Publisher-Werbeserver zu verkaufen, und entschied sich stattdessen für verhaltensbezogene Auflagen, die den Datenaustausch und die technologische Kompatibilität mit Wettbewerbern erfordern werden.