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KI-Chip-Mangel lässt Elektronikpreise steigen

Financial Times Companies •
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Verbraucher sehen sich höheren Preisen bei alltäglicher Elektronik gegenüber, da der KI-Boom jahrzehntelang fallende Kosten umkehrt. Der Anstieg der Nachfrage nach Speicherchips, insbesondere Dynamic Random-Access Memory (DRAM), hat die Kosten bei Smartphones, PCs und Spielkonsolen in die Höhe getrieben. Große Hersteller wie Apple haben die Preise bereits erhöht, trotz potenzieller Umsatzeinbußen. "Buchstäblich alles" in der Unterhaltungselektronik sei betroffen, sagte MS Hwang, Research Director bei Counterpoint. Die DRAM-Nachfrage von Hyperscalern hat schwere Engpässe geschaffen, die Preise verfünffachten sich im vergangenen Jahr. Eigenkapitalinvestoren pumpeten Milliarden in Chip-Designer wie San Disk und SK Hynix, deren Aktien innerhalb eines Jahres um über 1000 Prozent stiegen. Händler erhöhen die Preise um bis zu 20 Prozent, laut International Data Corporation. Chip-Hersteller priorisieren High-Bandwidth-Memory für KI gegenüber Low-End-Verbraucherchips. Apple hob im Juni die Preise für Laptops und Tablets um bis zu 300 Dollar an und prognostizierte schwächeres Umsatzwachstum. Spielkonsolen-Hersteller wie Microsoft, Sony und Nintendo erhöhten die Preise um bis zu 150 Dollar. Nintendo meldete im Mai unerwartete Kosten von 100 Milliarden Yen, begründet mit steigenden Komponentenkosten, insbesondere beim Speicher.

Der Trend, der jahrzehntelang günstigere und leistungsstärkere Elektronik umkehrt, wird dadurch getrieben, dass Moores Gesetz Engpässe bei Komponenten nicht mehr ausgleicht. Seit den 1970er Jahren machten Halbleiter-Fortschritte Geräte leistungsstärker bei geringeren Kosten. Jetzt formt KI-getriebene Nachfrage den Markt um.

Nutzer in Reddits PC- und Gaming-Foren haben den Speicherchip-Engpass "RAMageddon" und "RAMpocalypse" getauft.

Valve hat die Produktion seiner Steam-Gaming-Hardware angesichts der anhaltenden Engpässe verlangsamt.