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Europa gegen russischen Hybridkrieg

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Ein Tag nachdem Deutschland Russland für einen gescheiterten Drohnenangriff auf Frachtflugzeuge am Flughafen Leipzig-Halle beschuldigte, räumte Europäische Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ein, dass der Kontinent nicht schnell genug auf die Bedrohung reagiere. „Wir müssen uns intensiver machen“, sagte sie, neben NATO-Generalsekretär Mark Rutte. Der Angriff, ein wichtiger Knotenpunkt für die militärische Unterstützung der NATO für die Ukraine, war Teil dessen, was westliche Beamte als die zunehmend kühne Kampagne des russischen Hybridkriegs beschreiben — Ermordungen, industrielle Sabotage und andere leugnbare Taktiken — mit dem Ziel, die europäische Unterstützung für die Ukraine während des anhaltenden Invasionskrieges zu untergraben.

Bloomberg Economics-Analysten identifizierten im August mindestens 20 Vorfälle russischen Hybridkriegs, der höchste in einem Monat seit Oktober des letzten Jahres und der dritthöchste seit Beginn der groß angelegten Invasion. Trotzdem unterstreicht die vergleichsweise gedämpfte Reaktion der EU und der NATO, warum Russland weiterhin drängt, mit europäischen Führern, die sich in der Frage, wie zu reagieren ist, spalten, und der transatlantischen Allianz, geschwächt durch US-amerikanische Feindseligkeit.

Der versuchte Angriff auf den Flughafen Leipzig führte zur Entdeckung einer bewaffneten Drohne in der Nähe ukrainischer Flugzeuge und einer Luftkollision mit einem Frachtflugzeug, die zu Verletzungen führen könnte. Die EU-Reaktion bestand aus Drohungen neuer Sanktionen, verschärfteren Einreiseanforderungen für Russen und dem Schritt Berlins, diplomatische und kulturelle Einrichtungen wegen Spionagebedenken zu schließen. „Die Reaktionen waren zu langsam, zu passiv, nicht ausreichend“, sagte Seth Jones vom Center for Strategic and International Studies. Europäische und US-amerikanische Geheimdienstler haben gewarnt, dass die Angriffe wahrscheinlich zunehmen werden, mit Moskau, das hofft, die EU wegen ihrer Unterstützung für die Ukraine unter Druck zu setzen.

Die Herausforderung bleibt für die EU und die NATO, ein kräftiges Echo zu finden, das Russland abschreckt, während es einen größeren Konflikt vermeidet, der mehr Länder einbezieht. Wie Teija Tiilikainen vom European Centre of Excellence for Countering Hybrid Threats bemerkte: „Wir sind Ziele, wir sehen hilflos aus, und wir haben nicht unbedingt die Gegenmaßnahmen, weil wir keinen groß angelegten Krieg gegen sie wollen.“

Schlüsselentitäten: Unternehmen: Bloomberg, Bloomberg Economics | Personen: Ursula von der Leyen, Mark Rutte, Seth Jones, Teija Tiilikainen, Donald Trump, Vladimir Putin, Kaja Kallas, Donald Tusk | Standorte: Flughafen Leipzig-Halle, Polen, Estland, Washington, europäischer Luftraum, russische Energieanlagen