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Asimov über Mensa und Rationalität

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In den letzten Jahren habe ich einige Male das Bedürfnis verspürt, die Passage aus seinen Memoiren zu zitieren, in der Isaac Asimov erklärte, warum Mensa und andere Gesellschaften mit hohem IQ keine nützlichen Orte für ihn waren, um seine Zeit zu verbringen. Mir wurde unangenehm bewusst, dass Mensa-Mitglieder, egal wie hoch ihr Papier-IQ sein mochte, wahrscheinlich genauso irrational waren wie jeder andere. Viele von ihnen glaubten, Teil einer "überlegenen" Gruppe zu sein, die die Welt regieren sollte, und verachteten Nicht-Mensa-Mitglieder als minderwertig. Natürlich neigten sie zu rechtskonservativen Ansichten, und ich habe im Allgemeinen furchtbar wenig Sympathie für solche Ansichten.

Isaac Asimov, Ich, Asimov: Erinnerungen (Doubleday, 1994) S. 379-381. Asimov war introvertiert, aber es mangelte ihm nicht an nachdenklichen Freunden, die freundliche Menschen mit Fähigkeiten und Errungenschaften waren. Es war Philip Klass, alias William Tenn, der beunruhigt war, als John Campbell Jr. ihm sagte: "Ich habe immer geglaubt, dass die Juden Homo Superior sind." Klass hatte während seines Kriegsdienstes ein Nazi-Konzentrationslager gesehen und war aufgebracht. "Es ist Rassismus. Und im Moment will ich nichts hören—ich kann mit keinerlei rassistischer Formulierung leben." (Nevala-Lee, Astounding, S. 366).

In seiner Debatte mit Elie Wiesel machte Asimov sehr deutlich, dass er rassischen oder religiösen Nationalismus für Torheit hielt, der nur dazu führt, dass Verfolger und Verfolgte die Plätze tauschen. Ich vermisse Isaac Asimov, und ich vermisse das Amerika, das ihn hervorgebracht hat. Weiterführende Lektüre: Justin Clark, Der anti-elitäre Intellektualismus von Isaac Asimov, 29. April 2020; Jay Gabler, Was soll man von Isaac Asimov halten, Sci-Fi-Gigant und schmutziger alter Mann?, Literary Hub, 14. Mai 2020.

Wichtige Entitäten: Personen: Isaac Asimov, Philip Klass, William Tenn, John Campbell Jr., Elie Wiesel, Justin Clark, Jay Gabler