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Ölpreise steigen 1% wegen USA-Iran-Spannungen im Hormus-Straß

Wall Street Journal Markets •
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Die Ölpreise stiegen am Dienstag um mehr als 1%, da erneute Kämpfe zwischen den USA und Iran im Hormus-Straß die Bedenken über Energieversorgungsunterbrechungen durch diesen Straß verstärkten. Der Front-Monat-Brent-Rohölkontrakt stieg um 1,4% auf 91,72 Dollar pro Fass, während die West Texas Intermediate (WTI) Futures um 1,6% auf 87,10 Dollar pro Fass stiegen. Der Preisanstieg folgt auf US-Schläge gegen iranische Raketenwerfer in der Nähe des Straß und der anschließenden iranischen Vergeltung, was den ersten direkten Austausch seit etwa einem Monat darstellt.

Analysten warnen, dass anhaltende geopolitische Spannungen und Tankerangriffe wahrscheinlich eine Risikoprämie in den Rohölpreisen verankert halten werden. Die Versorgungsrisiken werden zusätzlich dadurch verstärkt, dass Russland sein Dieselausfuhrverbot bis September verlängert hat und ein von den USA unterstützter Plan zur Ausweitung der venezolanischen Ölproduktion vorliegt. Rystad Energy stellt fest, dass bedeutende neue Produktion im Orinoko-Gebiet erst ab etwa 2035 sinnvoll werden wird, wobei die kurzfristige Erholung durch die Wiederentwicklung bestehender Felder geführt wird.

Vor Beginn des Konflikts floss etwa ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung durch den Hormus-Straß. Die Aufmerksamkeit des Marktes bleibt darauf gerichtet, ob der Konflikt eskaliert und ob Reedereien zögern werden, diese wichtige Wasserstraße zu befahren.