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US-Geheimdienste: Russland will Chaos säen

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Der Kreml versucht erneut, das Vertrauen in die amerikanische Demokratie mit Online-Einflusskampagnen zu untergraben, sagten US-Beamte. Seit 2016 hat Russland versucht, jeden föderalen Wahlzyklus zu beeinflussen, so früher freigegebene Einschätzungen.

Dustin Volz, Julian E. Barnes und Steven Lee Myers berichteten aus Washington und San Francisco. Die russische Regierung zielt mit verdeckten Online-Desinformationsoperationen auf Amerikaner ab, um das öffentliche Vertrauen in die Zwischenwahlen im November zu untergraben, und nutzt dabei ein vertrautes Drehbuch, um Chaos in die Wahlsaison zu bringen, so mit der Angelegenheit vertraute US-Beamte. Geheime Einschätzungen der US-Geheimdienste aus den letzten Monaten haben ergeben, dass der Kreml erneut eine digitale Einflusskampagne genehmigt hat, um Inhalte über soziale Medien zu verbreiten, in der Hoffnung, innenpolitische Spaltungen rund um die Wahlsaison zu säen oder zu verstärken, sagten die Beamten. Die Einschätzungen fanden keine Hinweise auf Versuche, die Wahlmaschinen so ins Visier zu nehmen, dass der eigentliche Wahlprozess beeinträchtigt werden könnte, fügten die Beamten hinzu.

Die Beamten, die unter der Bedingung der Anonymität sprachen, weil sie nicht befugt waren, geheime Informationen zu erörtern, gaben die Bemühungen zur Beeinflussung von Einstellungen online nicht näher an. Doch Experten für russische Desinformation haben in den letzten Wochen einige Social-Media-Kampagnen entdeckt, die künstliche Intelligenz nutzen, um gefälschte Videos von Hollywood-Prominenten zu erstellen, die über wichtige Senatswahlen in Swing States sprechen. Die Desinformationskampagne schien weniger umfangreich oder koordiniert zu sein als zumindest einige der früheren Bemühungen Russlands bei amerikanischen Wahlen, sagten einige der Beamten. Seit 2016 hat der Kreml in jedem amerikanischen föderalen Wahlzyklus Online-Einflussoperationen gestartet, so früher freigegebene Einschätzungen. Die Beamten fügten hinzu, dass US-Spionageagenturen Moskau als weniger an Zwischenwahlen als an Präsidentschaftswahlen interessiert und als durch seinen zermürbenden Krieg mit der Ukraine abgelenkt ansehen.

Wichtige Entitäten: Unternehmen: New York Times | Personen: Dustin Volz, Julian E. Barnes, Steven Lee Myers, Donald Trump | Orte: Washington, San Francisco, Moskau, Ukraine, Iran, Teheran