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Frankreichs Zinslast steigt um 25 % in diesem Jahr

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Frankreich erwartet, dass seine Schuldendienstkosten in diesem Jahr um 25 Prozent auf 65 Mrd. Euro steigen werden, sagte Finanzminister Roland Lescure am Freitag. „Heute geben wir mehr für den Schuldendienst aus als für die Bildung unserer Kinder oder die Verteidigung unserer Nation“, sagte er.

Lescure senkte die BIP-Wachstumsprognose auf 0,5 Prozent, die Hälfte der ursprünglichen Regierungsprognose, und machte dafür höhere Energiepreise durch den Iran-Krieg, Dürreschäden in der Landwirtschaft und politische Unsicherheit vor der Präsidentschaftswahl im April verantwortlich. Er warnte, dass das Defizitziel von 5 Prozent nun außer Reichweite sei. Die Inflation wird auf 2,1 Prozent geschätzt.

Die EZB erhöhte die Zinsen am Donnerstag um einen Viertelpunkt auf 2,5 Prozent. Die Renditen französischer 10-jähriger Anleihen stiegen auf bis zu 4,45 Prozent, den höchsten Stand seit 2008, wobei sich der Spread gegenüber Deutschland auf über 0,9 Prozentpunkte ausweitete.

Die Bruttoschuld belief sich auf 3,5 Billionen Euro oder 117,6 Prozent des BIP, gegenüber einem Eurozonen-Durchschnitt von 88,9 Prozent. Die Arbeitslosigkeit erreichte im zweiten Quartal 8,3 Prozent.

Wichtige Entitäten: Unternehmen: Financial Times, European Central Bank, Eurostat, Carmignac | Personen: Leila Abboud, Roula Khalaf, Roland Lescure, Kevin Thozet, Emmanuel Moulin | Orte: Paris, France, Strait of Hormuz, Iran, Germany, Italy, Greece, Eurozone