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HDFC Bank Führungskrise

Financial Times Companies •
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HDFC Bank, Indiens größter privater Kreditgeber mit Assets von Rs43.6tn ($460bn), steht nach dem überraschenden Austritt des CEO Sashidhar Jagdishan im August vor einem Führungsvakuum, weniger als sechs Monate nach dem Rücktritt von Vorsitzendem Atanu Chakraborty unter Berufung auf 'ethische Differenzen' mit dem Management. Die Rücktritte haben Governance-Bedenken bei der systemisch wichtigen Bank offengelegt, die nur der State Bank of India nachsteht und fast 10% des Nifty 50 Index ausmacht. Jagdishan, der die Bank seit 2020 leitete und die Fusion mit der Muttergesellschaft HDFC Limited überwachte, hatte häufig Konflikte mit Chakraborty.

Im Mai berichtete die *Indian Express*, dass HDFC angeblich Rs450mn ($4.8mn) Zahlungen als Marketingausgaben zwischen 2017-2021 getarnt habe, um bevorzugte Zinssatzregeln zu umgehen. Ein Vorstandsprüfschluss kam zu dem Schluss, dass Jagdishan und zwei Kollegen 'business over-reach' betrieben, aber keine persönliche Bereicherung festgestellt wurde, und jeden mit Rs100,000 ($1,060) bestraft. Analysten von Motilal Oswal warnen, dass HDFC in eine Führungsübergangsphase eintritt, begleitet von verlangsamtem Wachstum, fallender Profitabilität und erheblichem Vermögensverlust bei Aktionären.

US-Investoren haben nach dem Rücktritt von Chakraborty eine Sammelklage in New York wegen fallender Aktienkurse eingereicht. Die Genehmigung der Reserve Bank of India für die Wiederberufung von Jagdishan war bereits unsicher.