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Deutschland an Orcel: Commerzbank-Zentrale in Frankfurt

Financial Times Companies •
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Deutschlands Finanzminister sagte UniCredit-Chef Andrea Orcel, dass Commerzbank ihren Sitz und ihre Börsennotierung in Frankfurt behalten sollte, während sich das italienische Kreditinstitut der Kontrolle nähert. In den ersten persönlichen Gesprächen forderte Lars Klingbeil, die Interessen der 40.000 Mitarbeiter der in Frankfurt ansässigen Gruppe zu wahren und ihre Rolle bei der Finanzierung des deutschen Mittelstands zu erhalten.

Nach dem Treffen am Montag sagte Klingbeil: „Wir erwarten, dass Commerzbank ein börsennotiertes Unternehmen mit Sitz in Frankfurt bleibt und ihr starkes Mittelstandsgeschäft – sowohl in Deutschland als auch international – fortsetzt.“ Die Gespräche zeigen, dass Berlin seinen Ansatz abschwächt und von outright opposition zu Bedingungen übergeht. Die Regierung hält einen Anteil von fast 13 Prozent an Commerzbank.

UniCredit kam im Juli der Kontrolle näher und sicherte sich nach der Aufforderung an Aktionäre zu verkaufen einen Anteil von 47,6 Prozent. Obwohl unter 50 Prozent, sagen Analysten, dass es de facto Kontrolle ausüben könnte. Berlin fordert weiterhin keine Zwangskündigungen und beabsichtigt, seinen Anteil und zwei Aufsichtsratssitze zu behalten.

Orcel sagte, er sei „dankbar“ für die Gelegenheit, Prioritäten darzulegen und die von Klingbeil zu verstehen. UniCredit hatte seinen Anteil erstmals im September 2024 offengelegt, was politischen Widerstand auslöste. Eine mit der Sache vertraute Person bezeichnete Juli als „Wendepunkt“. Commerzbank lehnte eine Stellungnahme ab.

Wichtige Entitäten: Unternehmen: UniCredit, Commerzbank | Personen: Andrea Orcel, Lars Klingbeil | Orte: Frankfurt, Germany, Milan, Berlin, London