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Euronext offen für Fusion mit Deutsche Börse

Financial Times Companies •
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Euronext-Chef Stéphane Boujnah hat angedeutet, dass das Unternehmen offen für eine Fusion mit dem Rivalen Deutsche Börse oder einen Zusammenschluss ihrer Börsengeschäfte ist. Gegenüber der Financial Times betonte Boujnah, dass eine solche Kombination einen europäischen Markt von "planetarischem Ausmaß" schaffen könnte, was Liquidität und Wettbewerbsfähigkeit stärken würde. Euronext, das in acht Ländern einschließlich Paris, Amsterdam und Mailand mit einer Marktkapitalisierung von 16 Milliarden Euro tätig ist, und die Deutsche Börse, die mit etwa 50 Milliarden Euro bewertet wird und die Frankfurter Börse betreibt, diskutieren diese Möglichkeiten seit Jahrzehnten.

Obwohl Boujnah warnte, dass regulatorische Hürden weiterhin erheblich bleiben, stellte er fest, dass der tiefe Euronext-Aktienmarkt und der flache deutsche Markt erhebliche Synergien bieten. Die Manager nannten Deutschland, Frankreich und Italien als wichtige Volkswirtschaften, die adressiert werden müssen. Trotz früherer gescheiterter Versuche, die 2012 von der Europäischen Kommission blockiert wurden, und eines 2006 zurückgezogenen Angebots, könnte die aktuelle EU-Verschiebung hin zu einer Erlaubnis europäischer Deals, um mit globalen Rivalen zu konkurrieren, Fortschritte erleichtern.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich ebenfalls für eine einzige europäische Börse ausgesprochen. Jede Fusion müsse für die Aktionäre wirtschaftlichen Sinn ergeben, so Boujnah, der vor politischen Top-down-Ansätzen warnte. Die Deutsche Börse bekräftigte, dass es derzeit keine Gespräche über eine Fusion gibt.