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ArcelorMittal: Grünstahl-Preise in Dünkirchen unsicher

Financial Times Companies •
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ArcelorMittal könnte Schwierigkeiten haben, für Stahl aus seinem neuen 1,3 Mrd. Euro teuren Low-Carbon-Werk in Dünkirchen Premiumpreise durchzusetzen, warnte der Werkschef Bruno Ribo. Der Elektrolichtbogenofen, der 2029 die Produktion aufnehmen soll, zielt darauf ab, Treibhausgasemissionen um zwei Drittel zu senken, verursacht aber deutlich höhere Kosten.

Ribo erklärte, das Unternehmen habe "keine echte Sicht" darauf, wie schnell die Nachfrage nach Grünstahl wächst oder ob Käufer mehr zahlen würden, und verwies auf europäische Autobauer als Hauptabnehmer. Grünstahl ist aufgrund hoher Vorabinvestitionen und Strombedarf typischerweise 20-30 Prozent teurer. Das Dünkirchen-Projekt folgte auf Lobbyarbeit der Branche für Schutz vor billigeren Importen.

Eurofer-Daten zeigen, dass Importe von 2016-2025 auf 26 Prozent der europäischen Versorgung stiegen, während die EU-Produktion zurückging. Der EU-CO2-Grenzausgleichsmechanismus und neue Handelsquoten sollen den Druck auf europäische Produzenten mindern. ArcelorMittal sicherte sich garantierte Strompreise für das Dünkirchen-Werk vom EDF-Kernkraftwerk Gravelines.

Bessere Bedingungen hoben die Aktienkurse der Stahlhersteller, ArcelorMittal stieg dieses Jahr um fast 70 Prozent. Gespräche über einen Einstieg von Indiens Jindal Steel bei Thyssenkrupp Steel wurden im Mai gestoppt, nachdem sich die Annahmen erheblich geändert hatten.