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Deutsche Strompreise fallen bei starkem Wind auf Juni-Tiefs

Bloomberg Markets •
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Deutsche Day-Ahead-Strompreise fielen angesichts starker Windenergieerzeugung auf ihren niedrigsten Stand seit Juni und schufen eine ungewöhnliche Preislücke zum Nachbarland Frankreich. Die deutschen Strompreise für Samstag fielen gegenüber Freitag um 53 % auf 42,14 Euro pro Megawattstunde, laut Epex Spot Daten. Die Preise in Frankreich sind fast doppelt so hoch, eine ungewöhnliche Umkehr, da deutscher Strom normalerweise mit einer Prämie gehandelt wird.

Starke Winde sind für den Rückgang in Deutschland verantwortlich, wobei die Erzeugung voraussichtlich um 16 Uhr mit rund 50 Gigawatt ihren Höhepunkt erreichen wird — mehr als genug, um den Strombedarf des Landes zu diesem Zeitpunkt zu decken, laut Bloomberg Modellen. Deutschlands wachsender Bestand an Wind- und Solarparks kann bei günstigen Wetterbedingungen reichlich billigen Strom liefern. Aber die Preise können stark steigen, wenn die erneuerbare Produktion sinkt und das Land stärker auf fossile Kraftwerke und Importe angewiesen ist.

Frankreich steht unterdessen vor einem anhaltenden Einbruch der Verfügbarkeit von Kernenergie, der das Land zwingt, mehr Gas zur Stromerzeugung zu verbrennen. Die französische Gasstromerzeugung erreichte in der vergangenen Woche einen Spitzenwert von durchschnittlich 3,29 Gigawatt pro Tag, mehr als das Doppelte des Durchschnitts von 1,27 Gigawatt im gleichen Zeitraum des Vorjahres, laut RTE Daten. Trotz der Abweichung bei den Tagespreisen wird der Strom in beiden Ländern um die Mittagszeit negativ, wenn die Solarerzeugung ihren Höhepunkt erreicht.

Die Preise in Deutschland fallen auf minus 19 Euro pro Megawattstunde um 14 Uhr, laut Epex Spot Daten.