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Gold fällt: starke US-Arbeitsmarktdaten und Hormuz-Spannungen erhöhen Zinserhöhungserwartungen

Bloomberg Markets •
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Gold hielt einen Rückgang nahe 4.425 Dollar pro Unze nach stärkeren als erwarteten US-Arbeitsmarktdaten und eskalierenden Spannungen im Nahen Osten an, was die Aussichten auf eine Zinserhöhung durch die Federal Reserve bereits bei der Sitzung vom 15.-16. September erhöhte. Das Beschäftigungswachstum in den USA stieg im August bei stabiler Arbeitslosenrate, was den Fall für höhere Zinsen stärkte. Ein stärkerer Dollar machte Gold für viele Käufer teurer, während Händler eine Wahrscheinlichkeit von etwa 60 % für eine Zinserhöhung im September einkalkulierten. Höhere Kreditkosten untergraben in der Regel den Wert von Gold, das keinen Zins zahlt.

Zu den Inflationsängsten kam hinzu, dass der Iran erklärte, drei Öltanker in der Straße von Hormus und US-verbundene Schiffe als Vergeltung für amerikanische Angriffe angegriffen zu haben. Die Ölpreise stiegen, wobei das Leitprodukt Brent crude bei etwa 97 Dollar pro Fass lag. Hebe Chen, Senior Analyst bei Vantage Markets in Melbourne, sagte, dass Gold in einen weiteren makroökonomischen Sturm hineingezogen wird, wobei sie steigende Ölpreise, erhöhte Staatsanleiherenditen und einen stärkeren Fall für eine Zinserhöhung durch die Fed nannte.

Seit dem Rücksprung von einem Tiefststand nahe 4.000 Dollar im Juli hat Gold in einer engen Spanne um 4.400 Dollar gehandelt. Die bevorstehenden Verbraucherpreisdaten dieser Woche werden wichtige Hinweise auf die Entscheidung der Fed geben. Chen warnte, dass ein weiterer starker Inflationsdruck die 4.400-Dollar-Marke durchbrechen könnte, während schwächere Daten nur eine vorübergehende Erleichterung bieten könnten. Der Spotgoldpreis lag in Singapur bei 0,1 % unter 4.425,37 Dollar pro Unze; Silber blieb nahezu unverändert bei 66,24 Dollar.

Wichtige Entitäten: Unternehmen: Vantage Markets, Bloomberg Markets, Federal Reserve | Personen: Hebe Chen | Orte: Melbourne, Straße von Hormus, Singapur, Naher Osten

Häufig gestellte Fragen: Warum fällt der Goldpreis trotz der Spannungen im Nahen Osten?

Stärkere US-Arbeitsmarktdaten und steigende Erwartungen an eine Zinserhöhung treiben den Dollar und die Staatsanleiherenditen nach oben, was den traditionellen Safe-Haven-Charakter von Gold während geopolitischer Unsicherheit überwiegt.