Die französischen Anleihemärkte erlebten eine historisch turbulente Woche: Die Risikoprämien schossen um 33 Basispunkte nach oben, der größte Wochenanstieg seit 1990. Der Renditeabstand zu deutschen Staatsanleihen erreichte 1,7 Prozentpunkte, den höchsten Stand seit Ende 2011, während die zehnjährige französische Rendite bei rund 5 % verharrte und der CAC 40 nachgab.
Die 33 Basispunkte und 1,7 Prozentpunkte markieren die schärfsten Bewegungen seit Jahrzehnten. Der CAC 40 verlor, da Anleger die bevorstehende Entscheidung von Moody's und die anhaltenden Straßenproteste abwägen. Der Ölpreisanstieg auf 100 Dollar je Barrel setzt risikobehaftete Anlagen weltweit unter Druck und veranlasst Portfoliomanager, ihr Engagement neu zu bewerten.
Politische Unruhen, eine hohe Schuldenlast und schwaches Wirtschaftswachstum halten die Anleger nervös, besonders vor der Bonitätsprüfung durch Moody's und bei einem Ölpreis von 100 Dollar je Barrel. Händler verweisen auf rekordhohe französische Anleiherenditen und das Fehlen von Impulsen für Long-Positionen, während die Renditen zweijähriger Anleihen um 21 Basispunkte auf 3,79 % stiegen. Analysten warnen, dass die fiskalische Glaubwürdigkeit zu einem globalen Anlagethema wird, und die Märkte preisen eine wahrscheinliche Herabstufung ein, die Frankreich das letzte Doppel-A-Rating kosten würde.
Quelle: Bloomberg Markets · Zusammengefasst von HeadlinesBriefing