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Chevron Australien: LNG-Preise hoch für sechs Monate

Bloomberg Markets •
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Die Preise für verflüssigtes Erdgas (LNG) — die seit Beginn des US-Iran-Kriegs gestiegen sind — werden laut Balaji Krishnamurthy, Präsident von Chevron Australien, kurzfristig nicht fallen. „Ich kann mir schwer vorstellen, dass die Preise in den nächsten sechs Monaten oder so fallen“, sagte er in einem Interview mit Bloomberg TV am Montag. „Australisches LNG hat derzeit einen Aufschlag“, erklärte er am Rande der Gastech-Konferenz in Bangkok, aufgrund seiner geografischen Nähe zu Asien. Das US-Ölunternehmen, das die Projekte Gorgon und Wheatstone in Australien betreibt, hat von den steigenden Preisen profitiert, da katarsiche Exporte ausgefallen sind — Katar produzierte früher etwa ein Fünftel des weltweiten LNG. Dies führte auch zu einer gewissen Nachfragezerstörung kurzfristig, allerdings besteht auch das Risiko eines langfristigen Rückgangs des Verbrauchs, da Länder nach Alternativen suchen, um sich gegen zukünftige Lieferunterbrechungen zu wappnen.

Der Aufstieg der künstlichen Intelligenz werde eine wichtige Quelle für die LNG-Nachfrage sein, und es gebe Möglichkeiten für Rechenzentren in Australien, sagte Krishnamurthy. Der Krieg habe außerdem dazu geführt, dass Kunden zunehmend langfristige Lieferverträge suchen, da Energiesicherheit nun oberste Priorität habe, fügte er hinzu. „Kurzfristig werden wir weiterhin einige Nachfrageanpassungen sehen“, sagte Krishnamurthy. Aber „langfristig bleiben die Grundlagen, insbesondere für LNG, sehr stark“.